Planung ist alles

Da bin ich doch gestern oder vorgestern beim Zappen auf The Swan bei Pro7 gestossen. Irgendwie wird’s einem ganz schön schwer gemacht, in dieser Welt das Normale nicht aus den Augen zu verlieren. Also das dort der Eindruck entsteht, Operation und dann klappt’s im Leben, halte ich für ganz schön bedenklich!

Ein Glück, daß auf der Welt aber auch sowas wie Predict Your Child [via Telepolis] entwickelt wird, das mir nun eine ganze neue Perspektive und vielleicht eine wesentliche Entscheidungshilfe bei meiner immer noch andauernden Partnersuche beschert … außerdem kann ich noch zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, ne klare Entscheidung für eine Partnerin finden und meine zukünftigen Kinder vor The Swan Teilnahmen bewahren.

Lüge, Meineid, Statistik

Oft müssen wir in diesen Tagen hören oder lesen, dass die deutsche Wirtschaft unter Wachstumsschwäche leidet und dass Deutschland beim Wachstum das Schlusslicht in Europa ist. Die Experten, die das immer von Neuem wiederholen, beziehen sich jedoch stillschweigend auf die prozentualen Werte und vergessen dabei, dass es schon ein Unterschied ist, ob beispielsweise die deutsche oder die slowakische Wirtschaft um 1% wächst. Weil nämlich die zugrunde liegende Werte sehr unterschiedlich sind. 2003 betrug das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der Slowakei etwa 30 Mrd. EUR – in Deutschland dagegen immerhin etwa 2000 Mrd. EUR. Tja, und so kommt es, dass für die Slowakei 2005 zwar prozentual ein dreimal höheres Wachstum prognostiziert wird als für die Bundesrepublik. Aber das absolute Wachstum ist trotzdem in Deutschland höher: es liegt bei etwa 380 EUR pro Kopf bei uns, und in der Slowakei nur bei 240 EUR. Und wenn die Westerwelles mal an die Macht kommen und ein cooles 5-prozentiges Wirtschaftswachstum in Deutschland organisieren, dann müssen sich die Slowaken ganz schön warm anziehen, um noch mithalten zu können. Wahrscheinlich drücken sie jetzt schon mit uns die Daumen, dass es nicht so weit kommt

Unplugged

Samstag ist mein Einkaufstag, da nehm‘ ich mir Zeit gemütlich durch die Stadt zu bummeln. Jetzt ist heute der Samstag vor dem ersten Advent, der Weihnachtsmarkt bereits geöffnet und die Hölle los in der Stadt, na gut. Und in der Erlanger Fußgängerzone gibt es natürlich auch Strassenmusikanten, heute u.a.
– vier Streicherinnen aus St. Petersburg
– ein drehorgelspielender Nikolaus
– eine Saxophon und Bass Combo (jazzig)
wobei (klar) mehr und mehr osteuropäische Gruppen musizieren, meistens echt prima!

Was aber hab‘ ich als erstes gehört als ich in die Fußgängerzone gekommen bin – Panflötengedudel mit Percussion unterlegt. Und es hat fünf Minuten gedauert bis bei den Jungs war, denn mit Hilfe bzw. wegen! Ihres Stromaggregates, ist die Lautstärke etwa bei: Vorgruppe von Motörhead! Außerdem sind die südamerikanisch aussehenden Jungs mittlerweile als Indianer (nordamerikanisch) verkleidet.

Also vor 15 Jahren fand ich solche Combos echt noch ganz nett, wie die unplugged ihre Volksweisen geträllert und dazu getanzt haben. Das ich jetzt vor 4 Streicherinnen aus St. Petersburg stehend, mehr Panflöte höre, die 500m weit weg spielt, wie Streicher, das find‘ ich echt unmöglich.

In diesem Zusammenhang kann ich das Tanz- und Folkfest in Rudolstadt, einer meiner vorübergehenden Wirkungsstätten, empfehlen.

Rückenschmerzen

„Menschen im Fernsehen können zu Haustieren werden.“ „Herr Eichel, Sie sind für mich eine Büroklammer.“ „Im Prinzip lebe ich lieber, als schmerzlos und tot zu sein.“ „Wenn ein Mädchen weint, dann weine ich mit.“ „Wenn ich der Präsident der Welt wäre, dann würde ich die klügsten Wissenschaftler engagieren, damit sie einen Plan aushecken, die Dunkelheit abzuschaffen.“

Solche und ähnliche Formulierungen darf Franz Josef Wagner von Montag bis Freitag in der Bild-Zeitung veröffentlichen. Wenn ich zur Abwechslung Präsident der Welt wäre, Herr Wagner, ich würde die dümmsten Wissenschaftler engagieren, damit sie einen Plan aushecken, Ihre Rückenschmerzen zu kurieren.

Pass fei auf!

Neulich hat mir mal jemand nicht geglaubt, dass ich aus Franken komme und wollte einen akustischen Beweis: „Sagen Sie doch mal was auf fränkisch!“ Die richtige Antwort wäre natürlich gewesen: Allmächd. Fiel mir aber ein paar Sekunden zu spät ein. So schlagfertig sind wir Franken dann halt doch nicht. Und wo wir gerade dabei sind: zu welcher Wortgruppe gehört das fränkische „fei“, das zum Beispiel in „des find ich fei ned“ vorkommt? Natürlich zu den Flick- bzw. Würzwörtern – und wer das nicht glaubt, liest es hier nach.