Goldene Zukunft

In Zukunft können wir einen großen Teil unserer Produkte und Dienstleistungen nahezu kostenlos produzieren und teilen, sagt der Zukunftsforscher Jeremy Rifkin. Schon in einem Vierteljahrhundert wird „ein großer Teil der Menschheit seine eigene erneuerbare Energie herstellen“. Außerdem wird durch GPS-Führung und Carsharing „mit 80 Prozent weniger Autos dieselbe Mobilität erreicht“. Sobald die Menschheit „von den seelenlosen Pflichten des Marktes“ befreit ist, hat sie endlich die Gelegenheit, „Sozialkapital statt Finanzkapital zu erzeugen und die Lebensqualität zu verbessern“. Ja, das klingt wirklich zu schön, um wahr zu sein. Aber wegen Weihnachten lassen wir es jetzt einfach mal so stehen.

Trash Tourismus – Berlin

2007 war das Jahr, in dem wir den Trash Tourismus erfunden haben:Pension Aurora Berlin

Trash Tourismus [træ∫ turismus]:
Das Besuchen von, an und für sich sehr unattraktiven Orten, z.B. Orten mit Massentourismus, abstossenden Orten usw., wegen ihrer Hässlichkeit. Eigentlich Antitourismus als Tourismus. (Streifzüge, März 2007)

Die ZEIT hat das Thema nun auch aufgegriffen und einen Trash Tourismus Spot in der Hauptstadt entdeckt:

Grand Hotel Gruft
Die Nutzer von Tripadvisor finden, die Hotel-Pension Aurora sei derzeit die schlechteste Unterkunft Berlins. Kann man das so stehen lassen? Wir haben dort übernachtet. von Fabian Hartjes, Zeit Online, 17. Dezember 2014

Relativ Online

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1905 hat Albert Einstein die Arbeit »Zur Elektrodynamik bewegter Körper« veröffentlicht, die heute als spezielle Relativitätstheorie bezeichnet wird.

Jetzt hat die Princeton-Universität seine Publikationen, Tagebucheinträge, und auch Strafzettel online veröffentlicht.

The site presents all 13 volumes published to date by the editors of the Einstein Papers Project, covering the writings and correspondence of Albert Einstein (1879-1955) from his youth to 1923.

Home Taping is Killing Music

Bei manchen Lesern dürfte diese Überschrift Erinnerungen an die 80er Jahre hervorrufen. Damals versuchte die Musikindustrie den Leuten weiszumachen, dass Musik ausstirbt, wenn man eine Platte auf Cassette kopiert, anstatt sich ein eigenes Exemplar zu kaufen. Heute muss Musik vermeintlich aus anderen Gründen sterben: Streamingdienste wie Spotify machen “Musik zu Ramschware”, weil die Musiker pro Stream nicht mal einen Cent bekommen.

Falls es aber stimmt, dass Spotify 70 % seiner Einnahmen an die “Rechteinhaber“ auszahlt, sieht es eher umgekehrt aus. Denn wenn jemand eine CD beim Händler kauft, bleiben bereits über 35% des Umsatzes beim Händler und im Vertrieb hängen (Dies wird im oben verlinkten HR-Beitrag als „die typische Reihenfolge der Wertschöpfungskette beim Verkauf über den Einzelhandel“ bezeichnet). Der Anteil, den die Musiker bekommen, ist also beim Kauf einer CD geringer als bei Spotify.