Peinlichkeiten

Auch wenn es schwer zu glauben ist, die Redensart „sich zum Horst machen“ gab es vermutlich lange bevor Horst Seehofer die politische Bühne betrat. Putin-Besuche, Schulterschluss mit Orban, Fake News, die Liste der Peinlichkeiten ist lang. Einziger Trost: im ZDF-Politbarometer belegt Innenminister Seehofer nun in der Beliebtheitsskala den vorletzten Platz – unbeliebter ist nur noch Markus Söder, der mit einem Wert von -0,5 einen Langzeit-Negativrekord einfährt.

Atemberaubendes Kopf-an-Kopf-Rennen

Puh, das war wieder eine spannende Bundesliga-Saison: bis zum 9. Spieltag lieferten sich Bayern München, Borussia Dortmund und RB Leipzig ein atemberaubendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Erst gegen Ende der Hinrunde konnte der FC Bayern seinen Vorsprung auf mehr als 10 Punkte ausbauen und sich so die sechste Meisterschaft in Folge sichern. Viele Fans sind übrigens inzwischen der Meinung, dass Bayern München mindestens noch sechs weitere Meisterschaften ohne Unterbrechung gewinnen sollte. Wenn dann irgendwann  in der Kicker-Stecktabelle das FCB-Logo auf Platz 1 vorgedruckt wird, fällt den Funktionären vielleicht etwas ein, das wieder ein bisschen Schwung in die ganze Veranstaltung bringt.

Prozentrechnung

Bevor wir es vergessen: Rechenexperte Alexander Dobrindt hat kürzlich festgestellt, dass die SPD „mit 20 Prozent nicht 100 Prozent ihrer Forderungen umsetzen kann“. Interessant daran ist, dass die „Christlich-Soziale Union in Bayern e.V“ mit ihren 6,2 Prozent es für völlig selbstverständlich hält, dass ihre Forderungen beispielsweise nach eine „Obergrenze“ zu 100 Prozent umgesetzt werden. „Christlich-Soziale Union in Bayern e.V“ scheint übrigens die korrekte Bezeichnung zu sein, wenn man dem Bundeswahlleiter vertrauen kann.

Willkommen in der Meinungshöhle

Was lesen wir da im Zehn-Punkte-Plan der CSU mit dem Titel „Warum die Union eine bürgerlich-konservative Erneuerung braucht“ unter Punkt 8:

Genauso gefährlich wie ein radikaler Populismus von rechts ist der blinde Populismus gegen rechts. Alles, was nicht im Geist der Alt-68er steht, gilt als rechts und damit schlecht. Debatte muss wieder in der ganzen Breite stattfinden, nicht nur hinter vorgehaltener Hand oder in den Meinungshöhlen im Internet. Das ist das beste Rezept gegen Radikalisierung.

Juhu. Dann erklären wir hiermit offiziell, dass unser Blog Streifzüge eine „Meinungshöhle im Internet“ im Sinne des Zehn-Punkte-Plans der CSU darstellt.

Auswärtsspielrekorde

Puh, das war wieder eine spannende Bundesliga-Saison: bis kurz vor Ende der Hinrunde war wirklich alles offen… vielleicht mal ein kleiner Tipp an die Konkurrenz des FC Bayern: insgesamt vier Teams waren in der laufenden Saison in den Heimspielen ungefähr genauso erfolgreich wie die Münchner. Das heißt: die Differenz von 10 bis 15 Punkten auf die „Verfolger“ hat der FC Bayern in den Auswärtsspielen herausgearbeitet (FCB: 10 Siege in 14 Spielen. Zum Vergleich: der BVB schaffte nur 4 Siege in 14 Spielen). Apropos Auswärtsspiele: In Gefahr ist übrigens auch ein legendär-makabrer Rekord des 1. FC Nürnberg: in der Saison 1983/1984 verloren die Clubberer bekanntlich 17 von insgesamt 17 Auswärtsspielen. Darmstadt 98 hat in der laufenden Saison bereits 13 Auswärtsspiele hintereinander verloren. Am Ende könnte die Tordifferenz darüber entscheiden, wer sich als die schlechteste Auswärtsmannschaft aller Zeiten bezeichnen darf. Wir drücken die Daumen.