Verlosung

Am kommenden Montag findet die Verlosung der Presseplätze beim NSU-Prozess statt. Wie die Platzvergabe nun geregelt ist, kann man hier nachlesen. Ganz schön kompliziert. Einfacher wäre es gewesen, rechtzeitig nachzuschauen, wie andere Länder mit solchen Problemen umgehen:

Mehr als 800 Journalisten waren in Oslo dabei, von CNN über Al Dschasira bis zur chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua. Und nie gab es irgendein Gerangel um die besten Plätze oder Bilder.

Aber die Justiz in Deutschland hat im Moment offensichtlich nicht die Absicht, am 21. Jahrhundert teilzunehmen.

Kleineres Übel

Was ist schlimmer? Ein paar arrogante Spieler des FC Bayern oder ein paar arrogante Mitarbeiter der Lufthansa? Vor dieser schwierigen Frage steht ein kleiner Junge in diesem Werbespot – und entscheidet sich für die Lufthansa-Crew als kleineres Übel. Vielen Dank, liebe Lufthansa, damit sprichst du vielen deutschen Fußballfans aus der Seele.

Kardinal in der U-Bahn

Heute in der Süddeutschen Zeitung auf Seite 1 –  natürlich der Aufmacher “Große Erwartungen an Papst Franziskus”. Auf Seite 2 selbstverständlich Thema des Tages: “Wofür der Papst steht”. Dann die Seite 3 mit dem Hintergrund: “Vom Himmel gefallen – Gott, wollte, dass es ein Argentinier wird, sagen sie in der Heimat des neuen Papstes”. Und auf Seite 4 befindet sich unterhalb des Leitartikels mit dem Titel “Papst Franziskus” ein kleiner Kasten, der mit dem Satz beginnt:

China hat einen neuen Regierungschef, den Ökonomen Li Keqiang.

Hä? China? Ach so, das muss irgend so ein asiatisches Land mit etwa 1,3 Milliarden Einwohnern sein, das Prognosen zufolge in ein paar Jahren zur weltweit führenden Wirtschaftsmacht aufsteigt. Tja, was es alles so gibt auf der Welt. Aber jetzt wieder zurück zum Wesentlichen: Papst Franziskus, schreibt Sebastian Schoepp in seinem SZ-Leitartikel,  “verabscheut Pomp, liebt Fußball und fuhr als Kardinal U-Bahn, was man sich bei Joseph Ratzinger schwer vorstellen konnte”. Na dann: Halleluja und Buenos Noches.

Mängel bei der Betriebshygiene

Seit September 2012 sind die zuständigen Behörden verpflichtet, die Öffentlichkeit unter Nennung des betroffenen Unternehmers über bestimmte Verstöße im Bereich des Lebensmittel- und des Futtermittelrechts zu informieren. Die aktuellen Einträge für Bayern findet man hier.  Hoffen wir mal, dass unsere Gastronomiebetriebe ab sofort alles Nötige tun, um nicht auf dieser Liste zu erscheinen.

Stern des Südens

Bundeswehrsoldaten nehmen Tabellenführer fest” – diese Schlagzeile gab vielen Fussballfans in Deutschland neue Hoffnung. Nachdem der FC Bayern acht Bundesligaspiele hintereinander gewonnen hat, blieb vermeintlich nur noch eine Militäroperation übrig, um wieder Spannung in die laufende Saison zu bringen. Beim nochmaligen Lesen der Überschrift stellte sich dann jedoch leider heraus, dass es sich bei der Festnahme nicht um einen Tabellenführer, sondern um einen Talibanführer handelte.

Bier-Inspektor

Wann ist die Maß voll? Der Verein gegen betrügerisches Einschenken vermutet, dass die meisten Festwirte den Toleranzspielraum von 0,1 Liter bei der Wiesn-Maß systematisch ausnutzen. Dadurch entstehe den Oktoberfestbesuchern jährlich rein rechnerisch ein Schaden von mehr als fünf Millionen Euro. Für diejenigen, die es genau wissen wollen, gibt es jetzt die App Bier-Inspektor. „Er erkennt automatisch, ob Deine Maß gut eingeschenkt ist und wirklich einen ganzen Liter Bier enthält“, so der Begleittext. Außerdem kann die App ausrechnen, um wie viel Euro man geprellt wurde.

Bessere Mannschaft

Das Endspiel um den DFB-Pokal steckte voller Überraschungen – so zum Beispiel diese Aussage von Phillip Lahm nach Spielende:

„Wir waren heute über 90 Minuten die bessere Mannschaft.“

Jetzt drücken wir die Daumen, dass am kommenden Samstag der FC Chelsea „über 90 Minuten die bessere Mannschaft“ ist – in der Lahmschen Logik würde das nämlich bedeuten, dass die Briten ungefähr fünf Gegentore kassieren.