25 Jahre Grün

Mit Sprüchen wie „Atomkraftgegner überwintern bei Dunkelheit mit kaltem Hintern“ versuchte das Establishment in den späten 70er Jahren die Umweltbewegung zu diskreditieren. Heute wissen wir: das war weder witzig noch erfolgreich und verhinderte auch nicht, dass heute vor genau 25 Jahren die Partei „Die Grünen“ gegründet wurde. Laut Berliner Morgenpost waren es vor allem AKW-Demonstranten, Punks, Kommunisten, Anthroposophen und Vogelschützer, die sich 1980 zum Gründungsparteitag in Karlsruhe einfanden. Bereits drei Jahre später zogen die Grünen zum Entsetzen unserer Eltern in den Bundestag ein, und der Rest ist, wie es immer so schön heißt, Geschichte. Bei aller Zwiespältigkeit zur Feier des Tages heute mal ein herzliches und aufrichtiges Merci, Grüne, dass es euch gibt.

Lichtblick

Die Frage wird oft und mit Recht gestellt: Wo bleibt das Positive? Deswegen hier mal ein Lichtblick fürs neue Jahr. Johann Vielberth vom Regensburger Eufo-Insititut entwickelt einen Wortschatz, den fast 5 Milliarden Menschen verstehen können. Das Schöne an diesem internationalen Kommunikationssystem: jeder verwendet einfach die Grammatik seiner Muttersprache. Das erste Wörterbuch soll nach Angaben der SZ im Laufe des Jahres 2005 fertiggestellt werden.

Schneller, höher, weiter

Bei der Olympiade kann man am Medaillen-Spiegel ablesen, wie erfolgreich die einzelnen Nationen abgeschnitten haben. So eine Tabelle gibt es jetzt auch über das Spendenaufkommen für die Opfer der Flutwelle. Sehr praktisch und übersichtlich. Deutschland liegt zur Zeit auf Platz drei und bis auf Australien fehlen uns nur 130 Mio US-Dollar. Zum Vergleich: bei den olympischen Spielen in Athen schafften wir nur Platz sechs.

Gotteslästerung

Wie rückständig Europa sei, erkenne man daran, dass in den USA ein Mann zum Präsidenten gewählt wird, der sich auf Gott beruft, während in Europa Herr Buttiglione seines Ams entledigt wird, weil er sich für die Familie einsetzt. Soviel Blasphemie in einem einzigen Satz, Erzbischof von Köln Joachim Kardinal Meisner, und dann auch noch am 24. Dezember im Deutschlandfunk – da sind wir ja sogar an Weihnachten richtig stolz, dass wir aus Ihrer „Kirche“ ausgetreten sind.

Froschkönig

Nachdem das Geschrei um die Föderalismus-Kommission jetzt stiller geworden ist, kann man sich ja noch mal fragen, warum gerade der hessische Ministerpräsident Roland Koch sich so dafür eingesetzt hat, dass die Bildungskompetenz bei den Ländern bleiben muss. Denn in seinem Zuständigkeitsbereich sieht es eigentlich nicht so berauschend aus: Hessen schaffte nämlich bei der Pisa-Studie selbst in Deutschland nur einen Mittelplatz und liegt in einigen Disziplinen unter dem Durchschnitt der OECD. ARD-Korrespondent Franz Jansen brachte das Problem der Kommission auf den Punkt: „Man kann nicht erwarten, dass die Frösche ihren Teich trocken legen„. Eben.

Lallen verletzt Persönlichkeitsrecht

Zitiert aus der Website des Instituts für Urheber- und Medienrecht: „Der Stimmenimitator Andreas Müller darf bei seiner Darstellung des DFB-Präsidenten Gerhard Mayer-Vorfelder im Radiosender SWR3 nicht mehr lallen. So entschied das Kammergericht Berlin (…) per einstweiliger Verfügung. Das Gericht war der Ansicht, der SWR3 erwecke damit den Eindruck einer Alkoholsucht Mayer-Vorfelders. Dies stelle eine Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts (…) dar.“ Hörproben (natürlich ohne Lallen) gibt es hier.