Tag Archives: Hirn

Drivin’ the big white Bus

Wegweiser nach KotzenSchon mal auf dem Klo eingeschlafen? Wahrscheinlich passiert das den meisten Lesern eher partiell, z.B. dass die Füße einschlafen, weil man zu lange sitzt. Also Vorsicht beim Aufstehen nach dem Harry-Potter-auf-dem-Klo-lesen. Aber warum das passiert, wer weiß das?

Eingeschlafene Füße, Schluckauf, Musikantenknochen, Niesen, Magenknurren und Übelkeit werden in der ZEIT Wissen ganz anschaulich erklärt.

Am interessantesten finde ich, dass Übelkeit im Kopf entsteht soll und nicht im Bauch. Das kann dann dazu führen, dass einem schon vom Hinschauen schlecht wird.
Wenn man aber nach einer ausschweifenden Party nach Hause kommt und sich dann an einer großen weißen Sanitärkeramik so festhält, als würde man sich über das große Lenkrad eines Buses lehnen, dann hat man meistens mehr als hingeschaut.

Wahnsinn

“Wer das weisse Rauschen sieht, der wird sofort wahnsinnig. Au?er wenn er schon wahnsinnig ist. Dann wird er normal.” Im Rahmen der M?nchner Filmkunstwochen hatten wir am vergangenen Freitag die Gelegenheit, den Film “Das weisse Rauschen” von Hans Weingartner aus dem Jahr 2002 noch einmal im Kino anzusehen. F?r mich ist dieser Film ein Meisterwerk, auch weil Daniel Br?hl so authentisch und ?berzeugend spielt, dass man nie genau wei?, ob das jetzt ein Spielfilm oder Dokumentarfilm ist. “Ich leide an Schizophrenie, sagen die ?rzte, die anderen finden meist nur, dass ich spinne”, hei?t es am Ende des Films. Beklemmend.

Universelles Heilmittel

Ich komme gerade von einem Vipassana-Meditationskurs in Triebel zur?ck. Das Programm ist schnell erkl?rt: Zehn Tage nichts als meditieren, schweigen, essen und schlafen. Die Ruhe und vor allem die Meditationstechnik zwingen dazu, sehr viel ?ber sich selbst zu erfahren, viel Erschreckendes nat?rlich, aber auch unerwartet Sch?nes. Im Ergebnis bin ich dann zu der ?berzeugung gekommen, jeder Mensch tr?gt das eigene Himmelreich in seinem Innersten. Dass der Weg dorthin m?hsam ist, sollte allerdings auch nicht unterschlagen werden. Nur die wenigsten werden mit Siddhartha Gautama mithalten k?nnen, der – wenn wir der ?berlieferung glauben wollen – vor 2500 Jahren in einziger einzigen Vollmondnacht mit Vipassana das Nirvana erreichte. W?re ja wohl auch ein bisschen viel verlangt.

Emotionen & Hirn

Die Zeit - ABC der Gef?hle

Die Bilder sind mir als erstes aufgefallen, welches Gefühl ich dabei hatte – im weitesten Sinne Freude. Annette Frier photographiert von Gerrit Hahn für ZeitWissen 02/2006 – Ich fühle, also bin ich.
Den Artikel habe ich erst danach gelesen und stelle fest, dass mir die Bilder intuitiv gefallen haben, ohne große Analyse. Und weiß jetzt, dass mir die Bilder wahrscheinlich auch später noch gefallen werden – aber das war mir schon vorher klar ;-) .

Wer sich dafür interessiert was für ein Typ er ist, eher Intuitiv oder mehr Analytisch, dem schlage ich den Keirsey Temperament Test (-> Keirsey bei Wikipedia) vor, eine Weiterentwicklung des Myers-Briggs-Typindikators.

Großes Gehirn

hirn Kreative Lösungen entspringen dem divergenten Denken, dabei sind weiter entfernt liegende Teile des Gehirns gemeinsam aktiv – sie assoziieren. Bei Menschen mit großen Gehirnen muß die Kreativität dann weitere Wege zurücklegen, oder?
Kreative haben ein träges Hirn, heißt es auch – vielleicht bin ich doch ein Kreativer, hirn oder her.

Quod erat demonstrandum

234Na bitte: jetzt haben Wissenschaftler endlich nachgewiesen, dass Männer intelligenter sind als Frauen. Deswegen gibt es auch weit mehr männliche Schachmeister, Nobelpreisträger, Besserwisser und Schlauberger. Weiß ich schon lange.

Evolutionsschwindel

Wir haben es ja immer gewusst: Charles Darwin lag genauso falsch wie Karl Marx. Die Evolution, genau wie der Kommunismus – nichts als grober Unfug. Das jedenfalls behauptet Harun Yahya, der eigentlich Adnan Oktar heißt, in seinem Buch und auf seiner Website. Sehr ausführlich beweist Herr Oktar dabei vor allem eines: dass er die Evolutionstheorie gar nicht richtig verstanden hat. Ist ja nicht schlimm. Wenn er dann aber behauptet, dass der Darwinismus die Ursache für die beiden Weltkriege und für den Terrorismus ist, dann wird es langsam schon ein bisschen gefährlich. Wie so oft bei Menschen, die einen allzugroßen Drang haben, ihre religiösen Ansichten mitzuteilen.

Einzug der Plagiatoren

1971 führte Philip Zimbardo an der Stanford Universität in den USA ein Experiment durch, bei dem das Verhalten von Versuchspersonen in einem Gefängnis untersucht werden sollte. Das Experiment eskalierte, wurde nach sieben Tagen abgebrochen und lieferte die Vorlage für den deutschen Film “Das Experiment“. Vergleicht man die Handlung des Films mit den wahren Ereignissen, kommt man zu folgendem Schluss: alles, was der Drehbuchautor Mario Giordano für den Film dazu erfunden hat, ist ziemlich albern. Zweitens: Zahlreiche interessante Aspekte des echten Experiments kommen im Film aus unerklärlichen Gründen nicht vor. Fazit: die Website, auf der die Stanford University die Ereignisse von 1971 dokumentiert, ist aufschlussreicher und spannender als der Film. Daran ändert auch Moritz Bleibtreus Hundeblick nichts.

Völkerverständigung

kussWenn Kognitionsforscher Probanden in ein Aquarium schauen lassen und danach zwei unterschiedliche Arten von Beschreibungen bekommen, dann liegt das nicht an der Realität, sondern an der Art des Denkens und daran, dass z.B. Europäer und Chinesen davorstehen.
Hat das Siemens den ICE in China gekostet, fragt DIE ZEIT in Ihrer aktuellen Ausgabe.
Realität und was das Hirn daraus macht.

Und schon Paul Watzlawick hat festgestellt, dass sowohl amerikanische Soldaten als auch englische Mädchen sich gegenseitig des Mangels an sexuellem Taktgefühl und Zurückhaltung bezichtigten, als das Paarungsverhalten ihrer beiden Kulturen untersucht wurde.

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