Tag Archives: Humor

Schwarzfahrer

Wer ein T-Shirt mit dem Aufdruck “Ich fahre Schwarz” trägt, kann trotzdem als Schwarzfahrer bestraft werden. Die Argumentation eines 38-jährigen, keine Leistung erschlichen zu haben, weil er das T-Shirt deutlich sichtbar getragen habe, hielt vor Gericht nicht stand. «Sie können nicht einfach ohne Ticket in die Bahn steigen nach dem Motto “Django zahlt heute nicht”», sagte der Richter in seiner Urteilsbegründung und bezog sich dabei auf den inzwischen legendären Klimbim -Sketch aus den 1970er Jahren. Allerdings ist dem Richter ein wichtiger Punkt entgangen: Django ist nämlich gar kein Schwarzfahrer, wie sich am Ende des Sketches herausstellt.

Frankreichs Handballer

Am vergangenen Wochenende wurde Frankreich durch einen Sieg über Kroatien Handball-Europameister. Das Erstaunliche daran: Thierry Henry, bekanntlich einer der besten französischen Handball-Spieler, nahm gar nicht am Turnier teil.

Protestsongs

Wenn Musiker in den 80er Jahren politisch engagiert klingen wollten, hörte sich das ungefähr so an:

“Europa hatte zweimal Krieg
der dritte wird der letzte sein.
Gib bloß nicht auf, gib nicht klein bei
das weiche Wasser bricht den Stein”

Gott sei Dank versucht es die nächste Generation bei aller Protesthaltung mit ein bisschen mehr Ironie.  So heißt es in dem Stück  “Lehn dich auf” von Rupert´s Jazz Construction:

“Warum ist dieser I-Pod nur so teuer
des is nimma lustig, da sollt ma rebelliern.
Rottet euch zusammen, Wohlstandsnehmer
bildet Banden, dann wern sie’s schon kapieren”

Damit gewann die österreichische Band immerhin den FM4-Protestsongcontest 2008.

Münchhausen 2.0

In der Medienlandschaft steht Baron Münchhausen derzeit offenbar hoch im Kurs. Denn durchaus seriöse Quellen berichteten in den letzten Tagen, dass Verbrecher im peruanischen Dschungel Menschen umgebracht haben, um deren Körperfett zu verkaufen. Dies entpuppte sich später jedoch als makabre Erfindung eines Polizeigenerals. Auch andere Berichte, nach denen die Goldbestände aus Fort Knox in Wahrheit Wolframbarren mit einer Goldlegierung sind, erwiesen sich als wenig fundiert.

Josef Hader

spielt sich selbst oder einfach Hader spielt Hader. So heißt das aktuelle Programm mit dem er gestern, im Rahmen der 25. Nürnberger Kabarett-Tage, in der Meistersingerhalle zu Nürnberg aufgetreten ist.
Hader spielt Hader

Live ist er, nicht nur mit dem Steinscheißer Koarl, auf jeden Fall eine Empfehlung.

Kinder sind umweltfeindlich:

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Hader über sein Programm: [weiterlesen...]

Weltweites Idol

loddar

Die FAZ hat am Wochenende ein Interview mit Lothar Matthäus veröffentlicht. Kleine Kostprobe:

Nach Franz Beckenbauer bin ich ganz sicher die zweitbekannteste Fußballpersönlichkeit Deutschlands, weltweit. Und wie man mit so einem Idol umgeht in Deutschland, da muss sich Deutschland schämen.

Tja. Schämen sollte sich das Idol eher für solche Sätze:

Man will immer nur das sehen, was man sehen will.

Dabei heißt es doch: Man sieht immer nur das, was man sehen will. Sonst könnte man ja auch gleich sagen: “Was du heute kannst besorgen, das kannst du heute besorgen”, oder “Wer zuletzt lacht, lacht zuletzt”. Und wer möchte, kann das komplette Interview hier nachlesen.

Kultivierte Langeweile

Wie bitte, ihr findet Streifzüge langweilig? Dann seht euch mal das hier an…

Genervter Deutscher

Apropos Nachbarländer: in Frankreich, so lesen wir in der Süddeutschen, stürmt seit kurzem Helmut Fritz mit deutschem Akzent, Derrick-Sonnenbrille und goldenen Turnschuhen die Charts. Aber keine Angst, die mühsam aufgebaute Deutsch-Französische-Freundschaft ist nicht in Gefahr, denn Helmut ist genauso wenig Deutscher wie Brüno aus Klagenfurt kommt.

Unterdrückte Lebensfreude

In Franken, behauptet der Kabarettist Matthias Egersdörfer, stellt es sich manchmal erst Jahrzehnte später heraus, wenn sich einer gefreut hat. Wir wollen das nicht bestreiten, weisen aber darauf hin, dass es sich dabei eher um Ausnahmefälle handelt.


Das Hauptproblem

Donnerstag vergangener Woche trat der neue CSU-Superman, der Bayern-Barack, “the Sexiest Man in Politics“, Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor Guttenberg bei einer Wahlkampfveranstaltung in München auf. Wer jedoch gehofft hat, dort etwas über die wirtschaftspolitischen Konzepte der CSU zu erfahren, wurde enttäuscht. Stattdessen sagte Guttenberg beispielsweise zu den Folgen der Finanzkrise für den Arbeitsmarkt: “Wenn wir eine Pflicht haben, dann die, zu überlegen, wie wir dem begegnen können.” Da fühlte sich mancher Zuhörer unwillkürlich an die berühmte Bundestagsrede von Loriot erinnert, in der es unter anderem hieß: “Und wo haben wir denn letzten Endes, ohne die Lage unnötig zuzuspitzen – und da liegt doch genau das Hauptproblem.”


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