Tag Archives: Japan

Tischschlafsack


“Es ist gemütlich und kuschelig, wo Augen und Ohren sind, der Benutzer ist von der Außenwelt isoliert. Aber wo Mund und Nase sind, kann Luft zirkulieren, sodass man atmen kann.”

(Ali Ganjavian, Erfinder des Schreibtischschlafsacks Ostrich im SZ-Interview)

Live-Ticker

Neuerdings berichten die deutschen Nachrichtenkanäle im Internet über jedes größere Ereignis mit einem “Live-Ticker” – Der Ägypten-Ticker wurde vom Fukushima-Ticker abgelöst, dieser vom Libyen-Ticker, und dieser wiederum vom – kein Witz – “Wahlfolgen-Ticker“. Nur konsequent, wenn die FAZ seit Kurzem auch historische Ticker, beispielsweise zum Bau der Cheops-Pyramide, zur Völkerwanderung und zur Entdeckung Amerikas anbietet.

Fukushima 1

Auch wenn die Nachrichtenlage noch etwas unübersichtlich ist, wird der heutige Tag wohl zum historischen Datum für die so genannte friedliche Nutzung der Atomkraft. Jürgen Flauger vom Handelsblatt fasst es so zusammen:

Die Natur ist stärker als das Know-how der Menschen. (…) Die Kritiker, die immer davor gewarnt haben, dass sich die Kernenergie nicht beherrschen lässt, haben recht gehabt – und die Befürworter sind einer Illusion beraubt.

Sechs Aldi-Brüder im Zug

Staatsanleihen im durchaus beachtlichen Wert von 135 Milliarden Dollar hat die italienische Polizei am Grenzübergang Chiasso sichergestellt. Zum Vergleich: wären die reichsten Männer Deutschlands, Karl und Theo Albrecht mit ihrem gesamten Vermögen im Zug mitgefahren, sie hätten nicht einmal die Hälfte dieser Summe dabei gehabt. Oder anders ausgedrückt: Die sichergestellten Anleihen entsprechen in etwa dem Gegenwert von sechs Aldi-Brüdern.

sexy robot

»Beim ersten Auftritt während einer Modeschau wird HRP-4C gewissermaßen nackt auftreten und sich zeigen, wie sie von ihrem Schöpfer gemacht und verkörpert wurde.«

Voyeur Art

War Tokio in den 70ern überfüllt oder waren einfach die Apartments so klein, dass man nur in öffentlichen Parks genug Platz für bestimmte Aktivitäten hatte?

Voyeurismus scheint in Japan offensichtlich einen anderen Stellenwert zu haben, als in unseren Breiten. Der Fotograf Kohei Yoshiyuki ist in den 70ern mit den ‘Peeping Toms’ um die Häuser Parks gezogen, um sie bei ihrem Treiben abzulichten.
Seine Bilder werden mittlerweile in den großen Museen Amerikas! ausgestellt. (Museum of Modern Art in New York, Museum of Contemporary Photography in Chicago, San Francisco Museum of Modern Art …)

Layersofvoyeurism

via: Sex in the Park, and Its Sneaky Spectators (The New York Times, September 23, 2007)

XJR Paperwork

Nobutaka Mukouyama, Paper Craft Designer, hat für Yamaha eine Papiermodellbastelreihe entworfen. U.a. gibt es eine XJR und eine SR zum ausschneiden und zusammenkleben. Ich bin gespannt ob ich es so

xjr paperwork

hinbekomme ;-) ).

Auf geht’s Bastelbogen runterladen und Ergebnisse hier präsentieren.

Japanpressung

covermini

Eine ganz exklusive Scheibe (für die jüngeren Leser -> Schallplatte) habe ich heute von einer sehr guten Freundin bekommen. Eine echte Japanpressung, vielleicht nicht besonders audiophil aber sehr autobiographisch, Kinderlieder aus Japan von 1969. Da hat also auch jemand ins Archiv gegriffen.

Leider gehört der Haushalt meiner Freunde zu denen, die gar keinen Plattenspieler mehr besitzen, deshalb bekam ich den Auftrag, das Werk zu digitalisieren.

Echt süß die Liederchen, anders kann ich’s gar nicht sagen, auch wenn ich nix versteh’.

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Abschied von der Werbepause

236Vielleicht muss Meister Proper bald einen Hartz-IV Antrag ausfüllen, denn digitale Videorecorder (DVR) erlauben immer mehr Fernsehzuschauern, die ungeliebten Werbeblöcke einfach zu überspringen. Die Schaltung von TV-Spots wird damit für die werbetreibende Industrie immer unattraktiver. Japanische Sender veranstalteten aus diesem Grund kürzlich einen TV Commercial Day, an dem für Fernsehwerbung geworben wurde. Ob das den Trend aufhält, darf schon mal bezweifelt werden. Denn die Preise für DVRs fallen, und dass sich jemand die Spots von Müller-Milch, Media-Markt und Ferrero freiwillig anschaut, wenn er die Möglichkeit hat, sie zu umgehen… naja, vielleicht eine masochistische Minderheit.

Schlafkultur

“Durch den Prozess der Zivilisation hat sich das Schlafen verändert, es wurde domestiziert und intimisiert.”, so der Zündfunk auf BR2. Ist das vielleicht auch der Grund warum ich in Deutschland kaum jemanden einen Mittagsschlaf am Arbeitsplatz machen sehe? Schätze, da können wir z.B. von den Japanern noch einiges lernen, die zieren sich nicht so mit Schlafen in der Öffentlichkeit. Das war auch eines der ersten Dinge, die mir in Tokyo (vom Flughafen in die Stadt mit der Bahn) aufgefallen sind.

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