Tag Archives: Leben

arme Sau

Besser ein Schnitzel auf dem Teller als eine Sau im Schnee?

Nun könnte man anführen, dass die jährliche Zahl der Lawinentoten mit 140 weltweit zu gering ist, um den Tod von 29 höheren Säugetieren zu rechtfertigen. Doch dann müsste man sich mit derselben Vehemenz gegen sämtlichen Verzehr von Schweinen und anderen Säugetieren aussprechen. Vermutlich sind viele der Tierschützer, die sich gegen die Lawinenversuche mit Schweinen stark machen, Vegetarier.
Die Wahl der Qual von Magdalena Hamm, ZEIT ONLINE, 10.3.2010 – 11:53 Uhr

Schwarzfahrer

Wer ein T-Shirt mit dem Aufdruck “Ich fahre Schwarz” trägt, kann trotzdem als Schwarzfahrer bestraft werden. Die Argumentation eines 38-jährigen, keine Leistung erschlichen zu haben, weil er das T-Shirt deutlich sichtbar getragen habe, hielt vor Gericht nicht stand. «Sie können nicht einfach ohne Ticket in die Bahn steigen nach dem Motto “Django zahlt heute nicht”», sagte der Richter in seiner Urteilsbegründung und bezog sich dabei auf den inzwischen legendären Klimbim -Sketch aus den 1970er Jahren. Allerdings ist dem Richter ein wichtiger Punkt entgangen: Django ist nämlich gar kein Schwarzfahrer, wie sich am Ende des Sketches herausstellt.

Fortschritt – ʇʇᴉɹɥɔsʇɹoɟ

Ruf mich an!!!
© Mona Lisa

Bald kann man mit SMS komplette Telefongespräche führen.

Der Dienst soll es außerden ermöglichen, die SMS nicht nur als Text zu erhalten, sondern auch als Audiodatei, sprich: Der Empfänger kann also mit einer gewissen Verzögerung am eigenen Handy anhören, was der Absender zuvor in das Mikrofon seines Mobiltelefons gesprochen hat …
(tageschau.de, 18.02.2010 22:04 Uhr)

Keine Atempause, Geschichte wird gemacht, es geht voran (Fehlfarben, 1982)

NINJAS und PIGS

Die Zeiten werden härter – statt mit Yuppies oder Dinkys haben wir es nun mit Ninja zu tun. Und während früher BRIC für hohe Zuwachsraten in der Wirtschaftsleistung stand, gefährden jetzt PIGS aufgrund mangelnder Haushaltsdisziplin die Stabilität der Europäischen Gemeinschaftswährung.

Joyeux Noël

Papa Noël

Streifzüge wünscht euch Fröhliche Weihnachten und lasst die Glocken läuten.

Die meisten Leute feiern Weihnachten, weil die meisten Leute Weihnachten feiern. Kurt Tucholsky, (1890 – 1935)

Protestsongs

Wenn Musiker in den 80er Jahren politisch engagiert klingen wollten, hörte sich das ungefähr so an:

“Europa hatte zweimal Krieg
der dritte wird der letzte sein.
Gib bloß nicht auf, gib nicht klein bei
das weiche Wasser bricht den Stein”

Gott sei Dank versucht es die nächste Generation bei aller Protesthaltung mit ein bisschen mehr Ironie.  So heißt es in dem Stück  “Lehn dich auf” von Rupert´s Jazz Construction:

“Warum ist dieser I-Pod nur so teuer
des is nimma lustig, da sollt ma rebelliern.
Rottet euch zusammen, Wohlstandsnehmer
bildet Banden, dann wern sie’s schon kapieren”

Damit gewann die österreichische Band immerhin den FM4-Protestsongcontest 2008.

Kultivierte Langeweile

Wie bitte, ihr findet Streifzüge langweilig? Dann seht euch mal das hier an…

Die besseren Autofahrer

In den 70er Jahren war dies offensichtlich relativ klar zu beantworten, wie uns der 7te Sinn hier zeigen will:

Geburtstagsgrüße

Heute wird Gerhard Schröder 65 Jahre alt. Er war Medienkanzler, Autokanzler, Basta-Kanzler, aber vor allem einer von sehr wenigen Sozialdemokraten, die es jemals geschafft haben, eine Bundestagswahl zu gewinnen. Alleine dafür, dass damit 16 bleierne Jahre unter dem Regime von Helmut Kohl beendet wurden, sind wir schon sehr dankbar. Und die Pöbeleien in der Elefantenrunde verzeihen wir ihm natürlich auch.

Wenn man das Zeit-Interview von letzter Woche liest, hat man nicht den Eindruck, Gerhard Schröder hätte sich sehr verändert. Dennoch: einige Fragen bleiben offen… zum Beispiel, warum kamen Herrn Schröder hier die Tränen?

War es Abschiedsschmerz? Oder einfach nur Mitleid mit den armen Würstchen, die mit Stahlhelm auf dem Kopf ein Lied von Frank Sinatra spielen müssen?

Müllhalde im Briefkasten

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Jedes Jahr landen Schätzungen zufolge rund 1,3 Millionen Tonnen Flyer, Wurfzettel, Prospekte, Kataloge, Werbepostkarten und Werbebriefe in den Briefkästen der deutschen Haushalte – und zweifellos ein großer Teil davon ungelesen im Müll. Die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung empfindet das als Belästigung. Abhilfe könnte ein Gesetzentwurf schaffen, der in Kürze dem Bundestag vorgelegt wird. Danach sollen personenbezogene Daten zu Werbezwecken oder zur Markt- und Meinungsforschung künftig grundsätzlich nur noch mit ausdrücklicher Einwilligung der Betroffenen verwendet werden dürfen. Wir drücken schon mal die Daumen, dass das Gesetz tatsächlich verabschiedet wird.

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