Tag Archives: München

Politisches Schwergewicht

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Endlich: Karl Theodor Nepomuk Maria Theresia Hannibal Sylvester Caspar Melchior Balthasar Tutanchamun von und zu Guttenberg ist wieder da. Im Ernst: es sind während des Aufenthalts in Amerika zwar keine neuen Vornamen hinzugekommen – aber der eine oder andere Doppelwhopper hat offensichtlich seine Spuren hinterlassen. Mit anderen Worten: der Freiherr wird langsam zum politischen Schwergewicht – und wenn es für die Politik nicht reichen sollte, dann kann er ja bald als Double für Ottfried Fischer einspringen.

Attwenger 2011

Streifzüge am Wochenende auf dem fm4.fest:

http://www.attwenger.at/

Wahlkämpfer Herrmann

Die Piratenpartei hat es gut. Denn der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) macht unfreiwillig Wahlkampf für die Piraten, beispielsweise mit solchen Kommentaren zum Einsatz von Spionagesoftware durch bayerische Behörden:

“Die bayerische Polizei und die Justiz tun nur das, wozu sie durch entsprechende Gesetze ausdrücklich ermächtigt sind. Verstöße kann ich keine erkennen.”

Da sind wir jedenfalls gespannt, ob die Piratenpartei beim nächsten “DeutschlandTrend” schon über 10% liegt.

Schwarzfahrer-Service

Ein neuer Internet-Dienst informiert Fahrgäste zeitnah darüber, wann und wo in den Münchner Bussen und Bahnen kontrolliert wird. „Ich möchte den MVV aufrütteln, die Preise zu senken. Der öffentliche Nahverkehr sollte günstiger sein“, sagt der Student, der sich das ausgedacht hat.

Kühle Anwend

Ramsauer

Nachdem das deutsche Verkehrssystem problemlos mit dem harten Winter zurechtkommt, hat Verkehrsminister Ramsauer Zeit, sich aufs Wesentliche zu konzentrieren – nämlich auf die Rettung der deutschen Sprache. “Als Patriot lege ich Wert darauf, daheim die eigene Muttersprache zu verwenden,” so Ramsauer – wohlgemerkt die eigene, nicht irgendeine x-beliebige Muttersprache. Deswegen ab sofort: “Tafelschreibblöcke” statt “Flipcharts”! “Mittagessen für bedeutende Personen” statt “VIP-Lunch”! Aber was ist mit dem “I-Phone”? “Ich-Fernsprecher”? Wird aus der “After-Work-Party” das “Nacharbeitsfest”? Aus der “Flatrate” die “Flachgebühr”? Und aus einer “coolen App” vielleicht eine “kühle Anwend”, Herr Ramsauer? Mann oh Mann. Mir san mir. Da passt das Attwenger-Lied “Kaklakariada” mal wieder wie die Faust aufs Auge:

Die Klankariadn dan se darauf konzentriern,
des Eigane dans feiern
und des Ondare negiern,
diese gonzn Patriotn,
nationale Idiotn,
bitte sads so guat und stöllts eich
in am Schwimmbod aufn Bodn,
und pinkelts bis zum Hois eich
olle gegenseitig on,
und dann tauchts nu amoi unta,
und dann nehmts an schluck davon,
und spuckts eich on damit solang
bis das eich schlecht is von der Kacke,
und wählen Sie die Nummer
neben ihrer Landesflagge.

Minarett im Garten

Egal ob Harald Schmidt, Christoph Süß, Oliver Welke oder die Satire-Experten von der Titanic – an dieser Performance von Alexander Dobrindt kam niemand vorbei:

Diese Logik macht uns sprach- und ratlos. Sind hier illegale psychoaktive Substanzen im Spiel? Oder handelt es sich um eine Sonderform der bovinen spongiformen Enzephalopathie, um eine Art “Dobrinderwahn”?

Borat auf bayrisch

Heute endet das Oktoberfest 2010. Aus diesem Anlass hier diese historischen Aufnahmen vom Oktoberfest 1976 aus dem Film “Bierkampf” von Herbert Achternbusch, der inzwischen ziemlich in Vergessenheit geraten ist. Zu Unrecht, denn Achternbuschs komödiantisches Talent in dieser Szene erinnert fast ein bisschen an Sacha Baron Cohen – der war damals gerade mal fünf Jahre alt.

Janecek for Ministerpräsident

Also wenn die bayerischen Wähler bei den nächsten Landtagswahlen tatsächlich so abstimmen, dann könnte Dieter Janecek erster grüner Ministerpräsident in Deutschland werden. Wir sind schon gespannt.

1980

Heute vor dreißig Jahren, am 26. September 1980, ereignete sich in München der schwerste Terroranschlag der deutschen Nachkriegsgeschichte. Bei der Explosion einer Bombe am Haupteingang des Oktoberfests starben 13 Menschen, 211 wurden zum Teil schwer verletzt. “Als die Wiesn Trauer trug“, titelt der Stern, aber das stimmt nicht ganz, denn das Oktoberfest wurde makabrerweise nicht abgebrochen. Am nächsten Abend tanzten die Leute wieder bierselig auf den Bänken. Die politischen Hintergründe des Attentats sind bis heute ungeklärt. Ein paar Tage später fanden Bundestagswahlen statt. Sagenhafte 44,5% der Wählerstimmen entfielen auf die CDU/CSU und den Kanzlerkandidaten Franz Josef Strauß, aber Helmut Schmidt blieb Bundeskanzler.

Fernsehen im Stadion

Nix wars mit den Triple – jedenfalls für den FC Bayern. Ein bisschen schäbig und fast schon unglaublich war es außerdem, dass beim Public Viewing in der Allianz Arena keine zusätzlichen Leinwände aufgestellt wurden: die Fans mussten das Spiel auf den beiden Stadionmonitoren verfolgen – jeder etwa hundert Quadratmeter groß und aus der Entfernung vergleichbar mit einem I-Phone-Display, berichten Augenzeugen. Im Bild oben ist ein Monitor als kleines weißes Rechteck zwischen den Köpfen der beiden Fans zu erkennen. 60 Millionen Euro hat der FC Bayern in dieser Saison in der Champions League eingenommen – um eine Großleinwand zu mieten, hat das Geld offensichtlich nicht gereicht.

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