Wahrheit im Nacken

„Militärausgaben – China ist dem Westen auf den Fersen“ lautet der Titel eines Artikels von Petra Kolonko, der auf der FAZ-Website erschienen ist. Dazu stellen wir fest:

  1. „Auf den Fersen sein“ bedeutet „(jemandem) dicht folgen“, „dicht hinter jemandem her sein“,  „(jemandem) im Nacken sitzen“.
  2. „Der Westen“ ist im allgemeinen Sprachgebrauch nicht die USA, sondern  die NATO.
  3. Die Militärausgaben der Nato liegen aktuell bei ca. 900 Mrd. USD, die Militärausgaben Chinas bei ca. 200 Mrd. USD. Von „China ist dem Westen auf den Fersen“ kann keine Rede sein, der Abstand ist riesig.

Fazit: Die Überschrift ist sachlich falsch, führt in die Irre und verstößt gegen die journalistische Sorgfaltspflicht. Armer Qualitätsjournalismus. Unser Vorschlag: Demnächst mal einen Artikel zum Thema „Berliner Morgenpost (50000 Abonnements) ist der FAZ (180000 Abonnements) auf den Fersen“.

Zappa vs. Trump

Eine meiner ersten Platten war von Ihm.
Und über die Amerikaner sagte er:

» … we are so fucking stupid … «

(Auszug aus: Zappa über Zappa – das „Enfant Terrible“ des Rock spricht, Kino Kino 09.12.2016
| Quelle: Bayerischer Rundfunk 2016)

 

Mehr über Zappa:

Am 08. Dezember 2016 startete der Dokumentarfilm Frank Zappa – Eat that Question, von Thorsten Schütte, in den deutschen Kinos.

Dokumentarfilm über das Schaffen des Komponisten, Musikers, Filmemachers, Gesellschaftskritikers und Bandleaders Frank Zappa anhand bislang verschollener und vergessener Film- und Ton-Dokumente.

Außerdem gibt es am Freitag den 17.03, auf ARTE ebenfalls eine Sendung über Zappa – die Reportage: Zapped, Frank Zappa in seinen eigenen Worten.

Er war ein hochtalentierter Musiker und hellsichtiger Kritiker seiner Zeit: der amerikanische Rockmusiker Frank Zappa. In seinem Dokumentarfilm beleuchtet Thorsten Schütte anhand von selten gezeigten Fernsehinterviews und Bühnenauftritten die Facetten des Frank Zappa.

Conflict Kitchen

flickr ©Megan DealHerrliches Konzept, immer nur Gerichte aus Ländern anzubieten, mit denen das eigene Land in Konflikt steht. So macht es die Konflikt Küche in Pittsburgh, Pennsylvania.

Jon Rubin and Dawn Weleski betreiben ihr Restaurant Conflict Kitchen jetzt schon 6 Jahre. Sie wechseln die Gerichte in Abhängigkeit zu den geopolitischen Ereignissen, die die United States of America betreffen. Abwechslung ist also vorprogrammiert … und ich schätze, dass sich mit Hrn. Trump neue Horizonte ergeben.

Ich bin gespannt, ob irgendwann mal Sauerbraten auf der Speisekarte stehen wird.

Zur Zeit ist die Haudenosaunne Saison:  Jöhehgöh: weiterlesen

Ohne Bedeutung

Die CDU hat auf ihrem Parteitag beschlossen, den Koalitionsbeschluss zur doppelten Staatsbürgerschaft rückgängig zu machen. Darüber wird nun sehr viel diskutiert. Also ein großer Aufreger? Naja. Die treffendste Zusammenfassung bietet der Kommentator der Märkischen Oderzeitung (via DLF Presseschau):

„Praktisch hat der Beschluss keine Bedeutung.“

Damit ist mit sechs Worten eigentlich auch schon alles gesagt. Und eine Menge Zeit gespart.

 

 

Let’s end the hate

Es kommt nicht auf die Religion an!

Und weil’s ganz gut dazu passt:

Für alle Religionen und Konfessionen gilt weiterhin das Prinzip des weltanschaulich neutralen Staates und das Recht auf freie Religionsausübung. Insofern sollte es eigentlich keine Probleme geben. Doch komischer Weise ist es genau andersherum. Je kleiner die Rolle von Glauben, Religion und Kirchen im Leben der Menschen werden, desto vehementer werden sie verteidigt. Und plötzlich gibt es in Deutschland Forderungen, das christliche Abendland zu verteidigen oder die Burka zu verbieten.
BR2 Nachtstudio Mehr Ideen wagen! Die Nachtstudio-Diskussion, 06.12.2016 20:03 bis 21:00 Uhr