Politisches Schwergewicht

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Endlich: Karl Theodor Nepomuk Maria Theresia Hannibal Sylvester Caspar Melchior Balthasar Tutanchamun von und zu Guttenberg ist wieder da. Im Ernst: es sind während des Aufenthalts in Amerika zwar keine neuen Vornamen hinzugekommen – aber der eine oder andere Doppelwhopper hat offensichtlich seine Spuren hinterlassen. Mit anderen Worten: der Freiherr wird langsam zum politischen Schwergewicht – und wenn es für die Politik nicht reichen sollte, dann kann er ja bald als Double für Ottfried Fischer einspringen.

Reform des Kapitalismus

Der Kapitalismus hat, gestützt auf Wettbewerb und Leistungswillen des Einzelnen, zu großen wirtschaftlichen Erfolgen, aber auch zu gesellschaftlicher Ungerechtigkeit geführt. Die liberale Reform des Kapitalismus erstrebt die Aufhebung der Ungleichgewichte des Vorteils und der Ballung wirtschaftlicher Macht, die aus der Akkumulation von Geld und Besitz und der Konzentration des Eigentums an den Produktionsmitteln in wenigen Händen folgen.

Auszug aus den „Freiburger Thesen“ der FDP von 1971. Siehe auch „Liberaler Schwenk nach links“ (Kalenderblatt DLF vom 27.10.2011).

Wahlkämpfer Herrmann

Die Piratenpartei hat es gut. Denn der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) macht unfreiwillig Wahlkampf für die Piraten, beispielsweise mit solchen Kommentaren zum Einsatz von Spionagesoftware durch bayerische Behörden:

„Die bayerische Polizei und die Justiz tun nur das, wozu sie durch entsprechende Gesetze ausdrücklich ermächtigt sind. Verstöße kann ich keine erkennen.“

Da sind wir jedenfalls gespannt, ob die Piratenpartei beim nächsten „DeutschlandTrend“ schon über 10% liegt.

Heiliger Vater im Mercedes

Bizarr: ein älterer, extravagant gekleideter Oberbayer wird im Deutschen Bundestag mit „Heiliger Vater“ angesprochen, nach seiner Rede lässt er sich im gläsernen Mercedes von einem begeisterten Publikum bejubeln. Da wünscht man sich ja fast, Jesus Christus würde auf die Erde zurückkehren und diesem Spuk ein Ende bereiten…

Extreme Lieferschwierigkeiten

Wenn auf einer Party mal kein richtiges Gespräch in Gang kommen sollte, kann man ja einfach in der Raum werfen: „Ich glaub, bei den nächsten Wahlen wähl ich die FDP.“

Nach der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern kommentierte die Zeitung Standard aus Wien:

‚Ab jetzt wird geliefert‘, hat der neue FDP-Chef Philipp Rösler beim Parteitag im Mai versprochen. Geschehen ist nichts, Rösler hat extreme Lieferschwierigkeiten. Die FDP macht durch Turbulenzen auf sich aufmerksam, nicht durch kluge Vorschläge. Ändert sich das nicht bald, wird der Zorn der Basis auch vor Rösler nicht haltmachen.

…ach ja, fast tun sie uns schon leid, diese „freien Demokraten“.