Treffen sich zwei Verrückte

Treffen sich zwei Verrückte – plötzlich bricht Frieden aus. Das wäre natürlich der erfreulichste Ausgang des geplanten Treffens zwischen Donald Trump und Kim Jong Un. Aus mathematischer Sicht stellt sich hier die Frage, ob beim Aufeinandertreffen von Politikern die gleichen Gesetze gelten wie beim Multiplizieren rationaler Zahlen („minus mal minus ergibt plus“) oder ob es so läuft wie beim Addieren negativer Zahlen („Minusbetrag plus Minusbetrag ergibt einen noch größeren Minusbetrag“). Naja, mal sehen, ob das Treffen überhaupt zustande kommt.

Die ersten 100 Milliarden

Das Vermögen von Amazon-Chef Jeff Bezos hat sich Schätzungen zufolge in den vergangenen 12 Monaten um 40 Mrd. USD vergrößert und beträgt jetzt 112 Mrd. USD. Damit nähert er sich also langsam Jakob Fugger an, dessen Vermögen in heutiger Kaufkraft angeblich etwa 300 Mrd. USD betragen würde. Da ein Jahr ja aus etwa 9000 Stunden besteht, ist Besos im betrachteten Zeitraum pro Stunde durchschnittlich um 4,5 Mio. USD reicher geworden. Für diese Summe müssen sich arme Teufel wie Daimler-Chef Dieter Zetsche fast ein halbes Jahr lang abrackern. So ungerecht ist die Welt. Aber zurück zu Bezos. Die ersten 100 Milliarden sind bekanntlich die schwersten. In nicht allzuferner Zukunft könnte also darüber berichtet werden, dass der reichste Mann der Welt ein Vermögen von mehr als 1 Billion USD besitzt. Vermutlich wird es ein Chinese sein.

Mickey

Ich habe ja schon seit meiner frühesten Jugend eine Schwäche für so ein Zeug, daher sollte ich Mickey von Toni Basil eigentlich kennen. Aber offensichtlich ist mir dieser Song in der Zeit zwischen 1982 und 2017 immer entgangen. Die perfekte Mischung aus Spice Girls, Nina Hagen und Blondie, würde ich sagen. Und wenn man die Augen zukneift, erkennt man mit ein bisschen Phantasie sogar Sahra Wagenknecht unter den Tänzerinnen. Was will man mehr.

 

 

Cruise Missiles

Marschflugkörper waren ja mal in alles Munde – und zwar in den frühen 80er Jahren, als sie, mit Atomsprengköpfen bestückt, in Westeuropa stationiert werden sollten. Es gab sogar einen Song von Fischer-Z mit dem Titel Cruise Missiles. Inzwischen gehören Marschflugkörper vom Typ Tomahawk laut Wikipedia

…zu den US-amerikanischen und britischen Erstschlagswaffen in jedem kriegerischen Konflikt und übernehmen zunehmend die Aufgaben bemannter Bomber. Ohne das Risiko, Piloten oder Flugzeuge zu gefährden, können sie tief in gegnerisches Territorium eindringen, Bunker, Radaranlagen, Raketensilos oder Kommandoposten zerstören oder die feindliche Infrastruktur schwächen.

Etwa 60 Tomahawk-Marschflugkörper wurden auch beim Angriff auf den syrischen Militärflugplatz al-Schairat in dieser Woche eingesetzt, jeweils mit ca. 500 kg TNT bestückt. Bleibt nur zu hoffen, dass sich keine Zivilisten in der Nähe der Einschlagstellen befanden.

Wahrheit im Nacken

„Militärausgaben – China ist dem Westen auf den Fersen“ lautet der Titel eines Artikels von Petra Kolonko, der auf der FAZ-Website erschienen ist. Dazu stellen wir fest:

  1. „Auf den Fersen sein“ bedeutet „(jemandem) dicht folgen“, „dicht hinter jemandem her sein“,  „(jemandem) im Nacken sitzen“.
  2. „Der Westen“ ist im allgemeinen Sprachgebrauch nicht die USA, sondern  die NATO.
  3. Die Militärausgaben der Nato liegen aktuell bei ca. 900 Mrd. USD, die Militärausgaben Chinas bei ca. 200 Mrd. USD. Von „China ist dem Westen auf den Fersen“ kann keine Rede sein, der Abstand ist riesig.

Fazit: Die Überschrift ist sachlich falsch, führt in die Irre und verstößt gegen die journalistische Sorgfaltspflicht. Armer Qualitätsjournalismus. Unser Vorschlag: Demnächst mal einen Artikel zum Thema „Berliner Morgenpost (50000 Abonnements) ist der FAZ (180000 Abonnements) auf den Fersen“.

Zappa vs. Trump

Eine meiner ersten Platten war von Ihm.
Und über die Amerikaner sagte er:

» … we are so fucking stupid … «

(Auszug aus: Zappa über Zappa – das „Enfant Terrible“ des Rock spricht, Kino Kino 09.12.2016
| Quelle: Bayerischer Rundfunk 2016)

 

Mehr über Zappa:

Am 08. Dezember 2016 startete der Dokumentarfilm Frank Zappa – Eat that Question, von Thorsten Schütte, in den deutschen Kinos.

Dokumentarfilm über das Schaffen des Komponisten, Musikers, Filmemachers, Gesellschaftskritikers und Bandleaders Frank Zappa anhand bislang verschollener und vergessener Film- und Ton-Dokumente.

Außerdem gibt es am Freitag den 17.03, auf ARTE ebenfalls eine Sendung über Zappa – die Reportage: Zapped, Frank Zappa in seinen eigenen Worten.

Er war ein hochtalentierter Musiker und hellsichtiger Kritiker seiner Zeit: der amerikanische Rockmusiker Frank Zappa. In seinem Dokumentarfilm beleuchtet Thorsten Schütte anhand von selten gezeigten Fernsehinterviews und Bühnenauftritten die Facetten des Frank Zappa.

Kurzmitteilungen

In letzter Zeit wird viel darüber diskutiert, ob man die USA mit Twitter-Meldungen regieren kann oder soll. Daher der kurze Rückblick in das Jahr 1984, als der damalige Präsident der USA während einer Mikrofon-Probe seine inzwischen legendäre Analog-Kurzmitteilung aussprach:

My fellow Americans, I’m pleased to tell you today that I’ve signed legislation that will outlaw Russia forever. We begin bombing in five minutes.

Sollte aber nur ein Scherz sein. Und mit 146 Zeichen sowieso ein bisschen zu lang für Twitter…