Tag Archives: Verkehr

Bundeshaushalt 2010

Auf 325 Mrd. EUR beläuft sich der Bundeshaushalt voraussichtlich in diesem Jahr. Wo landet das Geld? Hier ein Überblick über die großen Brocken:

Erstaunlich: immerhin fließen rund 80 Mrd. EUR in die Rentenversicherung, das entspricht etwa einem Viertel der Bundesausgaben. Und obwohl der Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr jährlich nicht einmal 1 Mrd. EUR kostet, erhält die Bundeswehr jedes Jahr 30 Mrd. EUR – was für ein Luxus. Übrigens: Die Neuverschuldung der Bundesrepublik wird in diesem Jahr bekanntlich etwa 85 Mrd. Euro betragen. Mit anderen Worten: jeder Einwohner bekommt im Schnitt etwa 1000 EUR zuviel Transferleistungen vom Staat – oder zahlt 1000 EUR Steuern zuwenig.

Nackt fliegen

DSB 4493 Kopie gDie! Alternative zu Nackt-scannern ist aus meiner Sicht das generelle Nacktfliegen ohne Handgepäck.

Im Flugzeug sind dann alle gleich, natürlich auch das Personal. Ok, wenn das Cockpit abgeschlossen ist, dürfen die Piloten ihre Klamotten anbehalten.

Oder?

Die TAZ hat sich auch schon meines Vorschlags angenommen:
-> Nackt oder bewusstlos!

ICE

Bald ist es soweit, dann kann ich meinen Mitschreiber in München in ca. 90min mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen, 20 min gehen dabei schon für die Strecke Erlangen – Nürnberg drauf.
Am Samstag wurde die ICE-Neubaustrecke zwischen München und Nürnberg feierlich eingeweiht. Ein ICE Sonderzug ist die Strecke in derzeit noch 78 min abgefahren. Ab Dezember soll der Zug im regulären Betrieb, zwischen den zwei größten Städten Bayerns, nur noch 62 min brauchen. Dabei wird er auf den 171 Kilometern alleine durch 27 km Tunnels fahren. Der Spaß wird mich aber auch ca. 40 Euro kosten und zurück nochmal so viel.

Wieviel er mich schon gekostet hat, auch wenn ich den Service nie benutzen würde, will ich gar nicht wissen, aber die Baukosten für die sehr umstrittene Strecke belaufen sich auf 3,6 Milliarden Euro, doppelt so viel wie zunächst geplant.

Ach ja, die restliche Zeit habe ich als Reserve geplant – hoffentlich verdoppelt sich die nicht auch.

Rapser’s Delight

Gestern war ich auf einem Vortrag, bei dem wieder mal der Ersatz der fossilen Treibstoffe durch Pflanzenöl glorifiziert wurde. Dazu habe ich Folgendes herausgefunden: Deutschland verbraucht jedes Jahr deutlich mehr als 100 Mio. Tonnen Mineralöle. Mit Raps können jährlich etwa 140 Tonnen Öl pro Quadratkilometer erzeugt werden. Die gesamte Ackerfläche, die in Deutschland verfügbar ist, beträgt 120000 Quadratkilometer. Kurz gesagt: eine (natürlich fiktive) deutschlandweite permanente Rapsmonokultur könnte 17 Mio. Tonnen Pflanzenöl erzeugen ? und würde dann weniger als 15% des gegenwärtigen nationalen Ölbedarfs decken. Fossilen Brennstoffen kritisch gegenüberzustehen ist kein Grund, diese Fakten zu ignorieren.

Über den Wolken

Auf den ersten Blick denkt man bei diesem Bild: Aha, Morgenappell auf Guantanamo-Bay. Dabei ist das die Crew, die beim Jungfernflug des Airbus A380 an Bord war. Ob sich die Jungs aus Solidariät mit den “illegalen Kombattanten“, die auf Cuba festgehalten werden, komplett in Orange gekleidet haben? Ich glaube eher nicht. Schade.

Schönen Abend noch

Am 13. April will das Braunschweiger Landgericht in zweiter Instanz klären, ob Fußballstar Stefan Effenberg bei einer Verkehrskontrolle einen Polizisten als Arschloch beschimpft hat. 2003 wurde “Effe” wegen dieser Beleidigung zu einer Geldstrafe von 100.000 Euro verurteilt. Daraufhin hatte er Berufung eingelegt. Der 36 Jahre alte Sportler behauptete damals vor Gericht, er habe zum Polizisten lediglich gesagt: “Einen schönen Abend noch”. Also immer vorsichtig sein, wem man einen schönen Abend wünscht.

Aus Freude am Fahren

“Das Wichtigste transportiert er unter der Motorhaube: Fahrspaß.” Die Rede ist vom BMW 5er Touring, wörtlich zitiert aus der aktuellen Werbekampagne. Das ist doch endlich mal ein echtes Alleinstellungsmerkmal: Bei allen anderen Autos fährt das Wichtigste nämlich in der Fahrgastzelle mit.

Vom Kurs abgekommen

Phaeton, der Sohn des Sonnengottes Helios, durfte mit Papis Sonnenwagen mal Probefahren, kam aber mangels Navigationssystem vom Kurs ab und verbrannte im anschließenden Tiefflug ganze Ländereien. Ungefähr so ist es aus der griechischen Mythologie überliefert. Ähnlich Unerfreuliches erlebt Volkswagen mit dem Spitzenmodell Phaeton: das Auto ist ein Ladenhüter. “Wer will denn auch zehntausende von Euro für einen Wagen bezahlen, auf dem dick und breit das VW-Logo prangt”, fragt die Frankfurter Rundschau nicht ohne Spott. Um das Image endgültig zu ruinieren, zahlt Volkswagen jetzt den Händlern in den USA für jeden verkauften Phaeton 10000 USD Prämie. So locker sollte das Geld aber eigentlich nicht sitzen. Schließlich versucht der Konzern gleichzeitig, einen zweijährigen Verzicht der Belegschaft auf Lohn- und Gehaltssteigerungen aushandeln.

UA-3109497-1