Tag Archives: Werbung

Sarrazin x 20

Für viele Menschen ist der eigene Name das Lieblingswort. Falls das auch auf Thilo Sarrazin zutrifft, müsste er derzeit eigentlich im siebten Himmel schweben: allein in der Deutschlandfunk-Presseschau kam heute morgen sage und schreibe 20-mal das Wort “Sarrazin” vor. Da fragt man sich, ob das vorher schon mal jemand geschafft hat.

Kunstrasen


Was haben die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, die Gesellschaft zur Förderung umweltgerechter Straßen- und Verkehrsplanung und die Bürger für Technik gemeinsam? Ganz einfach: Sie wirken wie Bürgerbewegungen, doch in Wahrheit handelt es sich um kommerzielle Werbeprojekte von Lobbygruppen. Astroturfing heißt dieses Phänomen in den USA – ein Wortspiel aus dem Begriff Graswurzelbewegung und einer nordamerikanischen Kunstrasenmarke.

Unsere Meinung zu Bild

Dumm kickt gut, sagt der Volksmund. Vermutlich machen deswegen zur Zeit so viele Fussballer bei der Werbekampagne “Ihre Meinung zu Bild” mit. Schade, dass wir nie nach unserer Meinung zu Bild gefragt werden. Angesichts der Auflagenzahlen von Bild und Bild am Sonntag würden wir natürlich sagen: “Die Richtung stimmt”.

Anonyme Burgoholiker

FastfoodKein Aprilscherz: Fastfood macht süchtig – zumindest Ratten. Werden die Nagetiere mit extrem fettreicher Nahrung gefüttert, finden in ihren Gehirnen ähnliche Veränderungen wie bei Heroinabhängigen statt. Selbst mit Elektroschocks lässt sich die Fresssucht nicht stoppen. Tja, da kommen schlechte Zeiten auf die Burgerketten zu: andere Studien haben ergeben, Fastfood macht ungeduldig und dumm.

Werbeblocker

Die Leute vom Spiegel haben ihren obligatorischen Aprilscherz dieses Jahr ein paar Tage zu früh veröffentlicht – in einem Artikel vom 22.03.2010 heißt es:

Es kann nicht sein, dass Web-Nutzer, die zum einen Qualität einfordern und billig Produziertes zurecht ablehnen, reflexhaft abwehrend auf Werbung reagieren: 16 Prozent aller Web-Nutzer klicken sofort weiter und weg, wenn in einem Video ein Werbespot auftaucht.

Unverschämtheit, findet der Autor Frank Patalong, denn:

Der inzwischen 16 Jahre alte Deal zwischen Online-Medien und Mediennutzern lautet eigentlich so: Wir liefern Ihnen kostenfrei Inhalte, und Sie sehen sich dafür im Umfeld Werbung an.

Notwendig sei ein Bewusstseinswandel, heißt es weiter und schließlich “Wann schalten Sie Ihren Werbeblocker ab?”

Sehr witzig. Und was wäre der nächste Schritt? Vielleicht in der Fernsehwerbepause besonders aufmerksam sein, damit das Privatfernsehen nicht zugrunde geht?

Müllhalde im Briefkasten

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Jedes Jahr landen Schätzungen zufolge rund 1,3 Millionen Tonnen Flyer, Wurfzettel, Prospekte, Kataloge, Werbepostkarten und Werbebriefe in den Briefkästen der deutschen Haushalte – und zweifellos ein großer Teil davon ungelesen im Müll. Die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung empfindet das als Belästigung. Abhilfe könnte ein Gesetzentwurf schaffen, der in Kürze dem Bundestag vorgelegt wird. Danach sollen personenbezogene Daten zu Werbezwecken oder zur Markt- und Meinungsforschung künftig grundsätzlich nur noch mit ausdrücklicher Einwilligung der Betroffenen verwendet werden dürfen. Wir drücken schon mal die Daumen, dass das Gesetz tatsächlich verabschiedet wird.

after the Olympic Games

New Amnesty ads

Das Bild hat boingboing.net am 07. Juli als Beispiel einer neuen Amnesty Kampagne veröffentlicht.

Anscheinend hat sich später herausgestellt, dass es sich doch nicht um eine Werbung von Amnesty International handelt, es aber noch mehr dieser Bilder gibt.

Amnesty International Disclaimer:
Amnesty International would like to make clear that it was not involved in the dissemination of a series of images that have been circulating on the web in relation to the Beijing Olympics. Amnesty International’s global website address is www.amnesty.org

Das erinnert mich wiederum an einen 3 Jahre alten Streifzüge Eintrag über einen Polo Spot.

Abbildung ähnlich

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Fertiggerichte sehen bekanntlich in Wirklichkeit oft anders aus als der Serviervorschlag auf der Verpackung. Im Projekt “werbung gegen realität” wurden 100 Produkte mit den dazugehörigen Abbildungen verglichen. “Einige Produkte ähneln ihren Werbefotos sehr – andere weniger”, heißt es auf der Website. Den Angaben zufolge wurden dennoch alle fotografierten Produkte aufgegessen.

Start-Set mit Güterzug und Abstellgleis

9336Verpackungs-Design spielt eine wichtige Rolle bei der Kaufentscheidung. Deswegen sieht das gleiche Joghurt meistens schon wieder anders aus, wenn man drei Tage später wieder in den Supermarkt kommt. Anders scheint die Situation im Bereich der Modelleisenbahn zu sein: die Fleischmann-Piccolo Start-Sets sind heute jedenfalls noch genauso verpackt wie damals, als ich eins davon zu Weihnachten bekam – und das muss inzwischen fast 30 Jahre her sein. “Komfortabler Fahrregler mit separatem Steckernetzteil” – Mannomann. Das bewährte Design des Fahrreglers (unter Experten mitunter auch als Trafo bezeichnet) wurde übrigens in den letzten Jahrzehnten offensichtlich auch nicht verändert.

Schenk nochmal ein!

UdoUdo Jürgens will kriminelle Ausländer abschieben. “Wer einen 70-Jährigen verprügelt, ihn mit ‘Scheiß-Deutscher’ beschimpft, hat in unserem Land nichts zu suchen”, sagte der Sänger. Na, wenn da mal nicht der Bockelmann zum Gärtner gemacht wird. Schließlich ist Udo in Klagenfurt geboren und besitzt “nur” die österreichische und Schweizer Staatsangehörigkeit. Mit anderen Worten: er ist ja selbst genau genommen gar kein Scheiß-Deutscher, sondern eher ein bekloppter Österreicher. Und mit bekloppten Österreichern haben wir im vergangenen Jahrhundert… naja, egal. Als Maßnahme gegen Jugendkriminalit?t forderte der 73-Jährige jedenfalls mehr Investitionen in Bildung. Vermutlich meint er damit den Kauf seines zufällig zeitgleich erschienenen Albums “Einfach ich”.

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