totaler Käse

Grad eben hab‘ ich mal wieder auf einer Gouda Packung »laktosefrei« gelesen.
Gouda ist schon immer, mehr oder weniger, laktosefrei, so wie ne Menge anderer Käse! Er wird auch nicht gesünder und besser wenn es draufsteht.
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©Quarks & Co | Alles Unverträglich? Wenn Lebensmittel krank machen | 23.09.2014 | http://www.quarks.de

„Regeln für die digitale Welt“

Mit „zehn einfachen Regeln“ kann man den Nachstellungen von Unternehmen und Geheimdiensten entkommen, schreibt der inzwischen 85-jährige Hans Magnus Enzensberger in der Samstagsausgabe der FAZ. Diese lauten in Kurzform:

Mobiltelefon wegwerfen – kostenlose Angebote ausschlagen – Auf Online-Banking verzichten – keine Kredit- und Kundenkarten benutzen – Weder Zahnbürste noch Fernseher, Auto oder Kühlschrank mit dem Internet vernetzen – Wahlen boykottieren – Postkarten statt Emails schreiben – Waren oder Dienstleistungen via Internet meiden – auf werbefinanzierte Angebote verzichten – aus sozialen Netzwerken flüchten

Also ehrlich gesagt, ich kenne kaum jemanden in der Altersklasse zwischen 18 und 50, der mehr als zwei bis drei dieser Forderungen erfüllen kann oder will. Daran wird  wohl auch Herrn Enzensberger nichts ändern. Aber auf der anderen Seite: wer aus der Altersklasse zwischen 18 und 50 liest schon die FAZ?

Welt-Nichtrauchertag

Gute Nachrichten zum Welt-Nichtrauchertag. “Mit unter 12 Prozent liegt die Raucherquote bei den 12- bis 17-Jährigen in Deutschland auf einem historischen Tiefstand“, teilt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZGA) mit. Noch niedriger wäre die Quote vermutlich, wenn hierzulande Tabakwerbung konsequent verboten wäre. Laut Ärztezeitung hat sich Deutschland bereits vor zehn Jahren im Rahmen eines internationalen Abkommens zu einem konsequenten Tabakwerbeverbot verpflichtet, ist dieser Verpflichtung aber bisher nicht nachgekommen.

Kleineres Übel

Was ist schlimmer? Ein paar arrogante Spieler des FC Bayern oder ein paar arrogante Mitarbeiter der Lufthansa? Vor dieser schwierigen Frage steht ein kleiner Junge in diesem Werbespot – und entscheidet sich für die Lufthansa-Crew als kleineres Übel. Vielen Dank, liebe Lufthansa, damit sprichst du vielen deutschen Fußballfans aus der Seele.

Zweifel – Wut – Hilflosigkeit


Kaum haben wir uns daran gewöhnt, nicht mehr von Christian Wulff belästigt zu werden, schon kommt seine Gattin Bettina und geht uns damit auf den Wecker, dass es ihr nicht gefällt, wenn bei Google die Begriffe “Escortservice” oder “Prostitution” mit ihrem Namen verknüpft werden. Bestimmt wäre es ihr viel lieber, wenn die automatische Ergänzung “Bestsellerautorin” oder “Literaturnobelpreis” lauten würde. Denn wie der Zufall so spielt: fast gleichzeitig zu diesen Schlagzeilen erscheint ihr neues Buch Jenseits des Protokolls. Aus der Amazon-Produktbeschreibung:

Sie schildert die durchwachten Nächte, die Zweifel, die Wut, die Hilflosigkeit, wenn man plötzlich von allen Seiten unter Beschuss steht, und das Ausmaß der Belastung, der eine Ehe und eine Familie in solch einer Zeit ausgesetzt ist.

Das Ganze gibt es natürlich auch als Hörbuch “mit persönlichem Vorwort und exklusivem Interview”. Alle, die jetzt mehr über “die durchwachten Nächte” wissen wollen, seien jedoch gewarnt: der Wiederverkaufswert solcher Produkte fällt binnen kurzer Zeit auf etwa 5% des Kaufpreises. So wird das im November 2011 erschienene Meisterwerk Vorerst gescheitert von Karl-Theodor zu Guttenberg (Neupreis: 19,99 EUR) bei Amazon derzeit für 88 Cent angeboten. Es lohnt sich also, noch ein bisschen zu warten.

Sarrazin x 20

Für viele Menschen ist der eigene Name das Lieblingswort. Falls das auch auf Thilo Sarrazin zutrifft, müsste er derzeit eigentlich im siebten Himmel schweben: allein in der Deutschlandfunk-Presseschau kam heute morgen sage und schreibe 20-mal das Wort „Sarrazin“ vor. Da fragt man sich, ob das vorher schon mal jemand geschafft hat.

Kunstrasen


Was haben die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, die Gesellschaft zur Förderung umweltgerechter Straßen- und Verkehrsplanung und die Bürger für Technik gemeinsam? Ganz einfach: Sie wirken wie Bürgerbewegungen, doch in Wahrheit handelt es sich um kommerzielle Werbeprojekte von Lobbygruppen. Astroturfing heißt dieses Phänomen in den USA – ein Wortspiel aus dem Begriff Graswurzelbewegung und einer nordamerikanischen Kunstrasenmarke.