Tag Archives: Wirtschaft

DVDs kaufen?

Eine Infographik aus einem Boing Boing Artikel, zeigt eine interessante Sichtweise der Situation:

2010 via Boing Boing
via boing boing

Hintergrundinfo aus der Wikipedia zum Thema Raubkopie:

Legale Privatkopien werden oft fälschlicherweise als „Raubkopien“ bezeichnet. Tatsächlich ist es unter gewissen Voraussetzungen möglich, zum privaten Gebrauch mehrere Privatkopien anzufertigen und im privaten Umfeld zu verteilen, ohne dadurch ein Vergehen oder Verbrechen zu begehen. So kann eine Musik-CD legal kopiert werden, wenn kein Kopierschutz überwunden werden muss. Ist ein Kopierschutz vorhanden, kann er durch die (Re-)Digitalisierung einer (analog) abgespielten CD legal umgangen werden. Der entscheidende Aspekt ist, dass er umgangen und nicht etwa geknackt wird. Zum Ausgleich erhalten viele Urheber für jedes verkaufte leere Aufnahmemedium (z. B. für Kassetten, CD-R- und DVD±R-Rohlinge und Festplatten) und Geräte (z. B. CD-Brenner oder Fotokopierer) eine Gebühr, die von Verwertungsgesellschaften wie der GEMA umverteilt wird. …

Bankenabgabe

Die Regierung von Präsident Barack Obama will die Banken an den Folgekosten der Finanzkrise beteiligen. Dazu soll eine Abgabe von 0,15 Prozent bezogen auf die Bilanzsumme eingeführt werden. Na gut – klingt jetzt erstmal nicht nach sooooviel Geld. Aber übertragen auf die Bilanzsumme der Deutschen Bank von immerhin 1600 Milliarden EUR würde eine solche Abgabe rund 2,4 Mrd. EUR jährlich ausmachen. Das wäre dann in etwa die Hälfte dessen, was die Deutsche Bank im Laufe des Jahres 2009 an Gewinnen ergaunert hat. Doch leider sieht es im Moment nicht so aus, als ob Deutschland das amerikanische Modell kopieren will.

Bundeshaushalt 2010

Auf 325 Mrd. EUR beläuft sich der Bundeshaushalt voraussichtlich in diesem Jahr. Wo landet das Geld? Hier ein Überblick über die großen Brocken:

Erstaunlich: immerhin fließen rund 80 Mrd. EUR in die Rentenversicherung, das entspricht etwa einem Viertel der Bundesausgaben. Und obwohl der Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr jährlich nicht einmal 1 Mrd. EUR kostet, erhält die Bundeswehr jedes Jahr 30 Mrd. EUR – was für ein Luxus. Übrigens: Die Neuverschuldung der Bundesrepublik wird in diesem Jahr bekanntlich etwa 85 Mrd. Euro betragen. Mit anderen Worten: jeder Einwohner bekommt im Schnitt etwa 1000 EUR zuviel Transferleistungen vom Staat – oder zahlt 1000 EUR Steuern zuwenig.

Welt ohne Atomwaffen

Eine Welt ohne Atomwaffen versprach Präsident Obama vor ein paar Monaten in Prag. Gute Idee. Wie das im Einzelnen gehen soll, darüber machen sich nun die Mitglieder von Global Zero Gedanken. So ungefähr könnte der Plan laut Süddeutsche Zeitung aussehen:

Die Global Zero Commission hat einen Plan entworfen, der einen Prozess zur Eliminierung aller Atomwaffen bis 2030 beschreibt. In Phase eins dieses “Global Action Zero Plan” soll es von 2010 bis 2013 amerikanisch-russische Verhandlungen über Reduzierungen auf jeweils rund 1000 Sprengköpfe geben.

Phase zwei soll bis 2018 dauern. Darin sollen die amerikanisch-russischen Arsenale auf je 500 Sprengköpfe begrenzt werden, die übrigen Nuklearmächte frieren ihre Arsenale ein. Zudem wird ein System entwickelt, um die Einhaltung des Abkommens zu überwachen, die Kontrollen des zivilen nuklearen Brennstoffkreislaufs werden verstärkt.

In Phase drei (bis 2023) folgen multilaterale Verhandlungen über eine globale Nulllösung, in Phase vier (bis 2030) wird diese Nulllösung umgesetzt, begleitet von einem System der Überwachung und Durchsetzung.

Das hört sich utopisch an, aber einen Versuch ist es auf jeden Fall wert…

Das Hauptproblem

Donnerstag vergangener Woche trat der neue CSU-Superman, der Bayern-Barack, “the Sexiest Man in Politics“, Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor Guttenberg bei einer Wahlkampfveranstaltung in München auf. Wer jedoch gehofft hat, dort etwas über die wirtschaftspolitischen Konzepte der CSU zu erfahren, wurde enttäuscht. Stattdessen sagte Guttenberg beispielsweise zu den Folgen der Finanzkrise für den Arbeitsmarkt: “Wenn wir eine Pflicht haben, dann die, zu überlegen, wie wir dem begegnen können.” Da fühlte sich mancher Zuhörer unwillkürlich an die berühmte Bundestagsrede von Loriot erinnert, in der es unter anderem hieß: “Und wo haben wir denn letzten Endes, ohne die Lage unnötig zuzuspitzen – und da liegt doch genau das Hauptproblem.”


Goldenes Zeitalter

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Viele Streifzüge-Leser fragen sich in diesen unsicheren Zeiten: Was passiert eigentlich, wenn außerhalb der Ladenöffnungszeiten plötzlich die Hyperinflation ausbricht? Ist mein kleines Vermögen dann futsch? Die Antwort lautet leider: Ja. Außer man holt seine Ersparnisse am Geldautomaten ab und fährt schnell zum Frankfurter Flughafen. Dort kann man den Zaster noch schnell am Goldautomaten in Goldbarren umwandeln, bevor die Geldentwertung zu gallopieren beginnt.

Melodien für Millionen

Als das teuerste Musikstück der Welt bezeichnet der Komponist und Aktionskünstler Johannes Kreidler seine Komposition “Charts Music”. Wir müssen zugeben: so macht die Weltwirtschaftskrise richtig Spaß.

Mythos Opel

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Heute also großer Opel-Aktionstags. Tiefensee plädiert dafür, dass der Staat bei Opel einsteigt, die IG Metall fordert sogar eine Beteiligung der Belegschaft am Unternehmen. Oh je, lesen die denn alle keine Zeitung?

Noblesse oblige

adelSo genannte Adlige neigen oftmals zu Übertreibungen – vermutlich deswegen statteten Mami und Papi Guttenberg ihren kleinen Sprössling nicht mit einem Vornamen, sondern mit einem elfteiligen Namensregister aus: “Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Wilhelm Franz Joseph Sylvester”. Unseren Schätzungen zufolge hat der neue Wirtschaftminister insgesamt ungefähr so viele Vornamen hat wie alle anderen Kabinettsmitglieder zusammen.

Geschichte wird gemacht, es geht voran

.. und weil es gerade so gut zum heutigen Tag passt!

Trotz düsterer Prognosen ließen sich viele Konsumenten ihre Kauflust bisher nicht nehmen.

Da prognostizieren Wirtschaftsexperten die schlimmste Krise seit Langem. … und die Bundesbürger gehen shoppen. Das Weihnachtsgeschäft lief bereits besser als erwartet.

Doch Schwarzmalerei scheint populärer zu sein als Optimismus.
Verkannte Wesen von Gunhild Lütge | DIE ZEIT, 15.01.2009 Nr. 04

Keine Atempause, Geschichte wird gemacht, es geht voran.

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