Magie der Geldschöpfung

Wer bestimmt eigentlich, wieviel Geld im Umlauf ist? Gestern abend dazu auf 3Sat die Sendung Die große Geldflut, in der aber auch nicht alle Fragen beantwortet wurden. Immerhin kann man auf Wikipedia nachlesen, dass die Magie der Geldschöpfung die „Gesellen Raufebold, Habebald und Haltefest“ anlockt und worin die Unterschiede zwischen Giralgeldschöpfung und dem Vollgeldsystem liegen. Eigentlich wäre es schon wichtig, darüber etwas mehr zu wissen, allerdings stellt sich die Frage, ob solche Formulierungen dabei hilfreich sind:

Der Geldmengensteuerungsfunktion durch die Zentralbank sind allerdings, durch die Art der Fiskalpolitik der jeweiligen Regierung und durch die jeweilige Höhe der Kreditnachfrage (insbesondere bei rückläufiger Nettokreditaufnahme aufgrund erhöhter Konsolidierungsbemühungen) der Privaten, Grenzen gesetzt.

Naja, wenn man es zum dritten Mal durchliest, versteht man es vielleicht doch.

Prognose: Wahrscheinlich eher unwahrscheinlich

Ziemlich vertrackte Situation. Bei der Neuauszählung der Stimmen in Wisconsin, Pennsylvania und Michigan müsste Hillary Clinton alle drei Staaten auf ihre Seite ziehen, um Donald Trump die Präsidentschaft noch streitig machen zu können. „Das erscheint Experten höchst unwahrscheinlich“, lesen wir bei tagesschau.de. Stellt sich natürlich gleich die Frage, ob es sich dabei um dieselben Experten handelt, die vor wenigen Wochen noch einen Wahlsieg Trumps ebenfalls für höchst unwahrscheinlich hielten. Wenn sich die Experten also wieder irren, ist Trump weg vom Fenster. Juhu. Aber leider ist es noch komplizierter: denn wenn dieser Fall eintreten sollte, hätten die Experten das Wahlergebnis ja richtig vorausgesagt. Und das wäre dann wieder Anlass zur Vermutung, dass sie auch das Ergebnis der Nachzählung richtig voraussagen. Kann mir noch jemand folgen? Naja, vielleicht sind es ja auch einfach andere Experten.

Google jumped out Red Bull

watteweich

Wer erinnert sich noch an den Rummel um Red Bull Stratos, den Fallschirmsprung von Felix Baumgartner aus der Stratosphäre. Absprunghöhe war 38.969 m, damals ein neuer Weltrekord.

Millionen saßen damals, am 14. Oktober 2012, vor der Kiste und schauten zu. Und Baumgartner ist mit dem Spruch »I know the whole world is watching now. …« abgesprungen. Red Bull hat dafür, nach eigenen Angaben, 25 Mio Euro ausgegeben.

Mittlerweile hat Alan Eustace, Manager bei Google, hat den Rekord gebrochen. Er ist, 57-jährig, am 24. Oktober 2014 aus 41.419 m abgesprungen. Dazu hat er genau einen! Journalisten eingeladen.

Das ganze Stratospheric Explorer (StratEx) Projekt wurde ohne Sponsoren finanziert und im kleinen Kreis realisiert. Google hat also gar nichts damit zu tun ^^

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„Größte Gefahr für unsere Existenz“

Tesla-Chef Elon Musk hält Künstliche Intelligenz (KI) für die „vermutlich größte Gefahr für unsere Existenz“ und hat deswegen das Forschungszentrum „Open AI“ gegründet. Die Forschungseinrichtung soll die digitale Intelligenz so erweitern, dass die gesamte Menschheit davon profitieren kann – unabhängig von der Verpflichtung, Gewinne zu erwirtschaften. Wissenschaftler warnen davor, das in Zukunft beispielsweise autonome Waffensysteme eigenständig über Leben und Tod entscheiden könnten. Auch Stephen Hawking äußerte in einem BBC-Interview, dass KI das Ende der Menschheit sein könnte.

Kaczynskis Manifest

The Industrial Revolution and its consequences
have been a disaster for the human race.

Mit diesem Satz beginnt das von Theodore Kaczynski verfasste „Manifest“, das heute vor genau 20 Jahren, am 19. September 1995 sowohl in der New York Times als auch in der Washington Post erschien. Der als „Unabomber“ gesuchte Kaczynski hatte in Ausssicht gestellt, als Gegenleistung für die Veröffentlichung keine weiteren Briefbomben zu verschicken. Sein Bruder erkannte in dem veröffentlichten Artikel Kaczynskis Schreibstil, am  3. April 1996 wurde der Unabomber verhaftet, im Mai 1998 zu achtmaliger lebenslanger Freiheitsstrafe ohne Möglichkeit auf Bewährung verurteilt. Seine Verteidiger waren davon ausgegangen, dass er an einer schweren psychischen Störung leide und seine Schuldfähigkeit bezweifelt werden müsse. Kaczynski lehnte es jedoch ab, als „psychisch krank“ bezeichnet zu werden. Bei den von ihm begangenen Briefattentaten wurden drei Personen getötet und 23 verletzt.

Dschihad der Nagetiere

Kaum zu glauben: nun schürt auch noch das Oberhaupt der katholischen Kirche mit einer unbedachten Ausssage neue Religionskonflikte:

„Manche Menschen glauben – entschuldigen Sie den Ausdruck -, dass sich gute Katholiken wie Karnickel vermehren müssen.“

So sprach Papst Franziskus und verletzte damit offensichtlich die Gefühle der bisher relativ unauffälligen Religionsgemeinschaft der „Rasse-Kaninchenzüchter“. Man dürfe nicht allen Kaninchen pauschal ein erhöhtes Sexualverhalten unterstellen, sagte Erwin Leowsky, der Patriarch Präsident des Zentralverbandes Deutscher Rasse-Kaninchenzüchter, am Dienstag. Vermutlich fühlen sich die Kaninchen entwürdigt, wenn ihre Sexualgewohnheiten mit denen von Katholiken verglichen werden.

Wir hoffen, der Streit wird schnell und ohne Rodentisierung des Abendlandes beigelegt. Leider müssen wir aber auch darauf hinweisen, dass manche Karikaturisten offensichtlich nicht bereit sind, die moralischen Werte dieser Nagetier-Religionsgemeinschaft zu respektieren. Wen wundert es dann noch, wenn plötzlich Kaninchenzüchter, die wegen der Perspektivlosigkeit in der Vorstädten zu Fanatismus neigen, mit der AK-47 vor der Tür stehen. Gut ins Gesamtbild passt diese Meldung: Gott ist vor kurzem in ein anderes Sonnensystem ausgewandert, weil er die Religionskonflikte satt hat. An seiner neuen Wirkungsstätte wird er den Angaben zufolge „auf organische Lebensformen mit mehr als zwei Zellen verzichten“.

Relativ Online

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1905 hat Albert Einstein die Arbeit »Zur Elektrodynamik bewegter Körper« veröffentlicht, die heute als spezielle Relativitätstheorie bezeichnet wird.

Jetzt hat die Princeton-Universität seine Publikationen, Tagebucheinträge, und auch Strafzettel online veröffentlicht.

The site presents all 13 volumes published to date by the editors of the Einstein Papers Project, covering the writings and correspondence of Albert Einstein (1879-1955) from his youth to 1923.