Noch der Londtogswohl

Noch der Londtogswohl geht es Schlog auf Schlog. Sagt Hubert Aiwanger von den Freien Wählern. Wer es schafft, dieses Video bis zum Ende anzuschauen, gehört zum inneren Kreis der Experten für Lautverschiebung.

Konstituierende Fraktionssitzung der FREIEN WÄHLER

Die FREIEN WÄHLER haben mit 11,6 Prozent der Gesamtstimmen ihr bislang bestes Ergebnis bei einer Landtagswahl in Bayern errungen – entsprechend zuversichtlich blickt die Landtagsfraktion auf die kommende Legislaturperiode. Am Dienstag hat sich die Fraktion zu ihrer konstituierenden Sitzung getroffen. Welche politischen Schwerpunkte die Abgeordneten in den kommenden Monaten setzen wollen, erläutert Fraktionschef Hubert Aiwanger:

Gepostet von FREIE WÄHLER Landtagsfraktion am Dienstag, 16. Oktober 2018

Peinlichkeiten

Auch wenn es schwer zu glauben ist, die Redensart „sich zum Horst machen“ gab es vermutlich lange bevor Horst Seehofer die politische Bühne betrat. Putin-Besuche, Schulterschluss mit Orban, Fake News, die Liste der Peinlichkeiten ist lang. Einziger Trost: im ZDF-Politbarometer belegt Innenminister Seehofer nun in der Beliebtheitsskala den vorletzten Platz – unbeliebter ist nur noch Markus Söder, der mit einem Wert von -0,5 einen Langzeit-Negativrekord einfährt.

Treffen sich zwei Verrückte

Treffen sich zwei Verrückte – plötzlich bricht Frieden aus. Das wäre natürlich der erfreulichste Ausgang des geplanten Treffens zwischen Donald Trump und Kim Jong Un. Aus mathematischer Sicht stellt sich hier die Frage, ob beim Aufeinandertreffen von Politikern die gleichen Gesetze gelten wie beim Multiplizieren rationaler Zahlen („minus mal minus ergibt plus“) oder ob es so läuft wie beim Addieren negativer Zahlen („Minusbetrag plus Minusbetrag ergibt einen noch größeren Minusbetrag“). Naja, mal sehen, ob das Treffen überhaupt zustande kommt.

Die ersten 100 Milliarden

Das Vermögen von Amazon-Chef Jeff Bezos hat sich Schätzungen zufolge in den vergangenen 12 Monaten um 40 Mrd. USD vergrößert und beträgt jetzt 112 Mrd. USD. Damit nähert er sich also langsam Jakob Fugger an, dessen Vermögen in heutiger Kaufkraft angeblich etwa 300 Mrd. USD betragen würde. Da ein Jahr ja aus etwa 9000 Stunden besteht, ist Besos im betrachteten Zeitraum pro Stunde durchschnittlich um 4,5 Mio. USD reicher geworden. Für diese Summe müssen sich arme Teufel wie Daimler-Chef Dieter Zetsche fast ein halbes Jahr lang abrackern. So ungerecht ist die Welt. Aber zurück zu Bezos. Die ersten 100 Milliarden sind bekanntlich die schwersten. In nicht allzuferner Zukunft könnte also darüber berichtet werden, dass der reichste Mann der Welt ein Vermögen von mehr als 1 Billion USD besitzt. Vermutlich wird es ein Chinese sein.

Sozialnetzwerkdurchsetzungs-verbesserungsgesetz

Geht ja schon gut los, das neue Jahr: nachdem der Twitter-Account von Beatrix („von“) Storch wegen Volksverhetzung gesperrt wurde, geschah laut DLF folgendes:

Die „Titanic“ griff den Tweet satirisch auf und gab vor, von Storch dürfe nun über den Account des Magazins twittern. Die gefakten Tweets markierte „Titanic“ jeweils mit „(bvs)“ und versah die Posts absichtlicht mit Rechtschreib- und Grammatikfehlern. Die Tweets wiederholten die umstrittene Äußerung von Storchs Original-Tweet und erfanden noch einen zweiten angeblich von ihr verfassten Tweet. Beide wurden von Twitter beanstandet, der Account daraufhin gesperrt.

Nicht schlecht. Stellt sich nun die Frage, ob man Algorithmen (oder Twitter-Kontrolleuren) beibringen muss, was das Wort „Satire“ bedeutet. Außerdem könnte die Sperrung auch mit dem Gesetz zur Verbesserung der Rechtsdurchsetzung in sozialen Netzwerken zusammenhängen, das am 1. Januar in Kraft getreten ist, im Volksmund oftmals auch als „Sozialnetzwerkdurchsetzungsverbesserungsgesetz“ bezeichnet . Wie auch immer, die Titanic-Leute können sich ja in jedem Fall noch damit herausreden, dass sie mit der Maus abgerutscht sind.

Magie der Geldschöpfung

Wer bestimmt eigentlich, wieviel Geld im Umlauf ist? Gestern abend dazu auf 3Sat die Sendung Die große Geldflut, in der aber auch nicht alle Fragen beantwortet wurden. Immerhin kann man auf Wikipedia nachlesen, dass die Magie der Geldschöpfung die „Gesellen Raufebold, Habebald und Haltefest“ anlockt und worin die Unterschiede zwischen Giralgeldschöpfung und dem Vollgeldsystem liegen. Eigentlich wäre es schon wichtig, darüber etwas mehr zu wissen, allerdings stellt sich die Frage, ob solche Formulierungen dabei hilfreich sind:

Der Geldmengensteuerungsfunktion durch die Zentralbank sind allerdings, durch die Art der Fiskalpolitik der jeweiligen Regierung und durch die jeweilige Höhe der Kreditnachfrage (insbesondere bei rückläufiger Nettokreditaufnahme aufgrund erhöhter Konsolidierungsbemühungen) der Privaten, Grenzen gesetzt.

Naja, wenn man es zum dritten Mal durchliest, versteht man es vielleicht doch.