Arabische Welt im Wandel
Bei den Ereignissen in der arabischen Welt ist es derzeit nicht leicht, den Überblick zu behalten. Gut strukturierte Informationen zum Verlauf in den einzelnen Ländern bietet die Washington Post.
Bei den Ereignissen in der arabischen Welt ist es derzeit nicht leicht, den Überblick zu behalten. Gut strukturierte Informationen zum Verlauf in den einzelnen Ländern bietet die Washington Post.
Auch wenn die Nachrichtenlage noch etwas unübersichtlich ist, wird der heutige Tag wohl zum historischen Datum für die so genannte friedliche Nutzung der Atomkraft. Jürgen Flauger vom Handelsblatt fasst es so zusammen:
Die Natur ist stärker als das Know-how der Menschen. (…) Die Kritiker, die immer davor gewarnt haben, dass sich die Kernenergie nicht beherrschen lässt, haben recht gehabt – und die Befürworter sind einer Illusion beraubt.
Eine repräsentative Studie in sieben Staaten des Nahen Ostens ergab, dass mehr als 65 Prozent aller Befragten die Türkei als ein Modell für ihr eigenes Land sehen. Dazu schreibt das Neue Deutschland:
Ministerpräsident Erdogan hat es geschafft, das westlich orientierte Militär politisch in die Schranken zu weisen, eine konservativ-religiöse, mit vielen Ländern des Nahen Ostens kompatible gesellschaftliche Grundhaltung durchzusetzen und gleichzeitig ein stabiles Wirtschaftswachstum von durchschnittlich fünf bis sechs Prozent hinzulegen.
Kein Wunder, dass die Türkei bereits als “Reform-Modell für die arabischen Staaten” gehandelt wird.
Wir drücken den Demonstranten in Ägypten und anderen arabischen Staaten natürlich die Daumen und hoffen, dass es ihnen gelingt, die weltweite Verbreitung von Demokratie und Pressefreiheit wieder ein Stück voranzubringen. Und gleich noch unser Apell an die Scorpions: egal, was passiert, bitte keine Neuauflage von “Wind of Change“.

Nachdem das deutsche Verkehrssystem problemlos mit dem harten Winter zurechtkommt, hat Verkehrsminister Ramsauer Zeit, sich aufs Wesentliche zu konzentrieren – nämlich auf die Rettung der deutschen Sprache. “Als Patriot lege ich Wert darauf, daheim die eigene Muttersprache zu verwenden,” so Ramsauer – wohlgemerkt die eigene, nicht irgendeine x-beliebige Muttersprache. Deswegen ab sofort: “Tafelschreibblöcke” statt “Flipcharts”! “Mittagessen für bedeutende Personen” statt “VIP-Lunch”! Aber was ist mit dem “I-Phone”? “Ich-Fernsprecher”? Wird aus der “After-Work-Party” das “Nacharbeitsfest”? Aus der “Flatrate” die “Flachgebühr”? Und aus einer “coolen App” vielleicht eine “kühle Anwend”, Herr Ramsauer? Mann oh Mann. Mir san mir. Da passt das Attwenger-Lied “Kaklakariada” mal wieder wie die Faust aufs Auge:
Die Klankariadn dan se darauf konzentriern,
des Eigane dans feiern
und des Ondare negiern,
diese gonzn Patriotn,
nationale Idiotn,
bitte sads so guat und stöllts eich
in am Schwimmbod aufn Bodn,
und pinkelts bis zum Hois eich
olle gegenseitig on,
und dann tauchts nu amoi unta,
und dann nehmts an schluck davon,
und spuckts eich on damit solang
bis das eich schlecht is von der Kacke,
und wählen Sie die Nummer
neben ihrer Landesflagge.
Egal ob Harald Schmidt, Christoph Süß, Oliver Welke oder die Satire-Experten von der Titanic – an dieser Performance von Alexander Dobrindt kam niemand vorbei:
Diese Logik macht uns sprach- und ratlos. Sind hier illegale psychoaktive Substanzen im Spiel? Oder handelt es sich um eine Sonderform der bovinen spongiformen Enzephalopathie, um eine Art “Dobrinderwahn”?
Also wenn die bayerischen Wähler bei den nächsten Landtagswahlen tatsächlich so abstimmen, dann könnte Dieter Janecek erster grüner Ministerpräsident in Deutschland werden. Wir sind schon gespannt.
Als talentierter Spaßvogel erweist sich der Vorsitzende des Bundeswehrverbands, Oberst Ulrich Kirsch, in der aktuellen Diskussion über die Reform der Bundeswehr. In einem Interview mit Deutschlandradio Kultur sagte er, die Bundeswehr sei permanent unterfinanziert. “Das ist wie mit einem trockenen Schwamm, wenn Sie da draufdrücken, kommt halt nichts mehr raus.” Nach unserem Kenntnisstand ist die Bundeswehr damit der weltweit einzige trockene Schwamm, der jedes Jahr über 30 Mrd. EUR aufnehmen kann, ohne Rückstände zu hinterlassen – ein echtes Saugwunder.

Es ist zum Heulen: Die Pension für Bischof Mixa in Höhe von 5400 EUR wird nach Angaben von Telepolis zu etwa zwei Dritteln von protestantischen und konfessionslosen Steuerzahlern finanziert. Der Spiegel berichtet, dass die katholische und die evangelische Kirche etwa 460 Millionen Euro an Zuschüssen aus Steuergeldern erhalten. In Bayern flossen demnach allein im vergangenen Jahr 65 Millionen Euro vom Freistaat an die katholische Kirche – völlig unabhängig von der Kirchensteuer. Wann hört dieser Wahnsinn endlich auf?
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