London Walks

Am besten lernt man eine Stadt kennen, wenn man sie erläuft.
In Tradion der Shanghai Walks habe ich letztes Wochende auch London zu Fuß kennengelernt.

Ein großer Dank geht dabei an meine Reiseleiterin Steffi, ohne die das so überhaupt nicht möglich gewesen wäre. Sie hat ein wahnsinns Programm zusammengestellt.

Freitag, 17.11.2006:

Ankunft am London City Airport . Sehr entspannter kleiner Flughafen fast mitten in der Stadt. Ich muß nach Lewisham, dafür benötige ich nur eine halbe Stunde, dann noch 10 min zu Fuß und schon bin ich bei meiner Bleibe für die nächsten 3 Nächte. Fergus öffnet mir die Türe und Sonic, ein kleiner Mops, springt mich an – naja. Ich deponiere meine Sachen in Steffis Zimmer und breche gleich wieder in die Stadt auf.

Ca. 15:00 Uhr London Bridge Station. Ich gehe über die Brücke und habe einen direkten Blick auf eine der Attraktionen Londons, die ich noch aus meinem Englischbuch kenne, die Tower Bridge.

freitaglondon

Auf der Nordseite der Themse laufe ich gemütlich am Uferweg in Richtung Saint Paul’s Cathedral. Es fängt an zu tröpfeln. Als ich an der Millenum Bridge ankomme ist daraus ein richtiger Regen geworden, trotzdem mache ich noch den Schwenk zu Saint Paul, was mich ziemlich durchnäßt.

Die Kirche schließt um 16:00 Uhr und kostet einige Pfund Eintritt. Deshalb gehe ich lieber zu Marks&Spencers über den Platz und kaufe mir ein Sandwich und was zu Trinken. Leider läßt der Regen nicht wirklich nach, obwohl ich ganz langsam esse.

Da ich mich mit Steffi um 18:00 Uhr im Cafe der Tate Modern verabredet habe, gehe renne ich im Regen über die Millenium Bridge ins Museum. Gute eineinhalb Stunden habe ich jetzt zum Trocknen.

In der Turbine Hall hat Carsten Höller seine Unilever Series Rutschbahnen installiert. Nachdem ich mir das Treiben ein bißchen angeschaut habe, gehe ich in den 7ten Stock ins Cafe. Mit einem Earl Grey Tee wärme ich mich wieder auf bis Steffi kommt.

am werk

Als Gast einer Tate Membershipkartenbesitzerin komme ich nun u.a. in den Genuß, das Member Cafe besuchen zu dürfen. Bei einem Assam ‚feiern‘ wir unser Wiedersehen. Zwar haben wir uns auch in Deutschland das ein oder andere Mal getroffen, aber das letzte Mal habe ich Steffi in Tokyo besucht.

Dann werde ich durch Poetry and Dream, UBS Openings: Photography from The UBS Art Collection und Frischli & Weiss geführt. Top!

Auf dem Heimweg machen wir noch einen Stop in einem South Bank Pub (einem ehemaligen Bordell).

Pub

Zuhause bin ich völlig geschafft und schlafe bei einem Tatort (!) ziemlich schnell ein.

Samstag, 18.11.2006 :

Der Regen von gestern ist komplett weg, es ist herrliches Wetter, blauer Himmel und fast keine Wolke zu sehen.

Wir machen uns gegen halb 11 auf den Weg (zu Fuß) in Richtung Greenwich. Erste Station ist Blackheath, ein Teil von Lewisham. Dort gibt es am Trainquil Vale ein nettes Cafe. Mit Pain au Chocolat und einem Breakfast Tee setzen wir uns vor die Tür, herrlich.

DSB 3073

Weiter geht’s über den Greenwich Park zum Royal Greenwich Observatory, dem Startpunkt der Zeitmessung (GMT). Von dort hat man aber auch einen wunderbaren Blick über die Stadt, das National Maritime Museum und der University of Greenwich.

Blackheath Soccer

Nicht weit von der Uni gibt es den Greenwich Foot Tunnel, den wir natürlich erlaufen.

Neben dem Eingang/Ausgang des Tunnels auf der Südseite, sind die Anleger für Themse Bootstouren. Für 7£ pro Person nehmen wir ein Boot zum Westminster/Waterloo Pier, ab der Tower Bridge mit ‚Erzähler‘.

DSB 3146

Vor allem bei schönem Wetter ist das eine super Möglichkeit London relaxt von seiner Flußseite aus anzuschauen.

Vom Westminster Pier gehen wir über die Themse am London Aquarium vorbei zum London Eye, dem derzeit höchsten Riesenrad Europas, mit einer Höhe von 135,36m.
Nach 20 min anstehen haben wir unsere Karten, die für 13,50 £/Person zu einer Fahrt um 17:00 berechtigen. Man muß ne halbe Stunde vorher da sein, da es dort wieder eine lange Schlane gibt. Da wir noch Zeit haben gehen wir im EAT einen Tee drinken.

Dann die Runde im London Eye, es ist bereits dunkel und die Stadt ist erleuchtet. In der Gondel, die ein bißchen wie ein Zäpfchen ausschaut, passen entspannt etwa 15-20 Menschen. Die Fahrt ist angenehm langsam, dauert etwa eine halbe Stunde, und man hat einen wunderbaren Ausblick über die Stadt.

suppository

Danach geht’s weiter ins Londoner West End. Erst zum Trafalgar Square mit Lord Nelson, das kenne ich auch noch gut aus meinem Englischbuch, dann weiter nach Soho und Chinatown.
Im New China (48 Gerrad Street, London W1D 5QL) essen wir u.a. Dumplings, Hühnchen süß sauer und grilled Pork with Honey Sauce, wir wurden locker satt und haben, mit Getränken, etwa 30£ bezahlt.

Zum Abschluß gehen wir noch in einen Pub, den Steffi von ihrem Collegeaufenthalt kennt. Von Charing Cross fahren wir, gegen 22:00 Uhr heim.


Sonntag, 19.11.2006
:

Heute stand schwerpunktmäßig der Highgate Cemetery auf dem Programm. Der Friedhof liegt im Norden von London, wir mußten also die ganze Stadt durchqueren.

Das Wetter war, wie gestern, herrlich. Die Tour mit Bahn, Tube, Bus und zu Fuß bis nach Highgate war schon sehr interessant, der Friedhof noch viel mehr. Lauter richtig alte Grabsteine kreuz & quer, z.T. mit den Wurzeln und Bäumen verwachsen, kein Vergleich zu den gepflegten deutschen Friedhöfen.

Zugewachsen

Übrigens kostet der Eintritt 2£ für die Ost Seite (da liegt auch Karl Marx) und nochmal 1£ für die Erlaubnis private Fotos zu schiessen – aber das ist es wert.

DSB 3403

Mittlerweile war es später Nachmittag und über das „ländliche“ Hampstead Heath sind wir zur einer U-Bahn Station gelaufen, die uns wieder auf die Südseite der Themse gebracht hat – zur Waterloo Station.

Wir starten quasi dort wieder, wo wir gestern nach dem London Eye, die Themse Richtung Westend verlassen hatten. Der Weg führte uns wieder zur Tate Modern, ins gerade noch geöffnete Membership Cafe (schließt um 18:00 am Sonntag).

Nightview

Langsam stellt sich Hunger ein. In der Oxford Street im Westend schlagen wir, nach einiger Suche, im Inn Noodle Restaurant auf. Für irgendwas um die 20£ gibt es Nudeln, Fleisch und Getränke – mindestens genauso gut wie gestern.

Mit einer Zwischenstation im Starbucks (es ist gar nicht so leicht dort nach 19:00 ein Cafe zu finden, in dem noch etwas relaxed rumsitzen kann) führt uns der Weg wieder zum Picadilly Circus.

DSB 3476

Stativtest.
Charing Cross ist auch heute Startpunkt für die Heimfahrt.


Montag, 20.11.2006
:

Kofferpacken, kurzer Abstecher durch Lewisham Centre, dann ab zum Flughafen.
Nochmal kurze Spannung, ob’s Gepäckprobleme gibt – Steffi hat mir zwei Bilder im Rahmen mitgegeben – aber es war alles OK.

DSB 3507pano

16:00 back home in Nürnberg.


Resüme:

Sehr schöne Städtetour – London ist eine Reise wert.

Nachdem mich einige gewarnt hatten, dass London so extrem teuer wäre, war ich auf Einiges gefaßt. Aber so schlimm war es dann doch nicht.

meine Flickr Bilder dazu:
http://www.flickr.com/photos/nib/sets/72157594391730042/

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4 Gedanken zu „London Walks“

  1. London ist Klasse, wir waren Pfingsten dort. Und wenn Du wieder mal hinkommst, dann suche doch anstatt St. Paul lieber St. Martin in the Fields auf… Wenn Du vor der Kirche stehst ist rechts davon in der Seitenstraße der Eingang zur Krypta. Und dort ist eine phantastische und sehr preiswerte Mensa für die dortige Musikakademie (das sind die mit den tollen CDs!!). Super leckeres Essen, tolle Atmosphäre.

    LG, Claudia

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