Gewalt im Freibad

„Früher war was los, da war Action im Westbad. Da hat man sich schlagen können, aber heute darf man ja nicht mehr“

(ca bei 4:20 min. im fogenden Video)

Sagt Theo Hauenstein, laut BR seit den 1960er Jahren Dauergast im Freibad West in Nürnberg. So ähnlich habe ich es auch in Erinnerung – richtig sicher fühlte man sich dort nie.

Systemische Ursachen

Zum Abschluss der Relotius-Untersuchung melden sich zwei ehemalige Spiegel-Mitarbeiter in der taz zu Wort. In ihrem Artikel schreiben sie:

„…schon der Titel, „Der Fall Relotius“, ist falsch. Zutreffender wäre „Der Fall Spiegel“ gewesen. Der neue Report widerlegt nämlich die bis dahin verbreitete Version, das Magazin sei Opfer des raffinierten Tricksers Relotius geworden. Der Bericht ist vielmehr ein erschütterndes Dokument über das Verständnis von Journalismus in einem der führenden deutschen Medienhäuser, aber auch in den Ausbildungsstätten der Branche.“

Am Ende des Artikels heißt es:

Und es ist auch viel mehr als ein Spiegel-Problem. Während die Reportage im deutschen Journalismus eine enorme Aufwertung erfuhr, wurde die Aufklärung vernachlässigt: Das Erforschen und Beschreiben von Ist-Zuständen, das Aufdecken von Problemen, die nicht gleich Skandale sind, das Aufspüren gesellschaftlicher Fehl­entwicklungen, von Unzulänglichkeiten in Institutionen und ­Ministerien – nicht nur beim Spiegel, sondern überall in der Branche wurde es kleingeschrumpft.

Ehrenwort

„Zum Thema Diesel kann ich mich kurzfassen. Wir haben bei Daimler nie betrügerische Software eingesetzt und werden das auch nie tun.“

Dieses Zitat von Dieter Zetsche stammt aus dem Jahr 2015 und kann hier nachgehört werden. Vielleicht hätte er noch hinzufügen sollen. „Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort – ich wiederhole: mein Ehrenwort“.

„Der Kollege Rippel, der Diplom-Ingenieur Posch – wir busseln uns ab“

Die WM-Vorbereitung läuft super – vor allem aus österreichischer Sicht. Pünktlich zum 40-jährigen Cordoba-Jubiläum gelang den Österreichern mal wieder ein Sieg gegen die Deutsche Nationalmannschaft. Gar nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn Edi Finger das noch miterlebt hätte.

Treffen sich zwei Verrückte

Treffen sich zwei Verrückte – plötzlich bricht Frieden aus. Das wäre natürlich der erfreulichste Ausgang des geplanten Treffens zwischen Donald Trump und Kim Jong Un. Aus mathematischer Sicht stellt sich hier die Frage, ob beim Aufeinandertreffen von Politikern die gleichen Gesetze gelten wie beim Multiplizieren rationaler Zahlen („minus mal minus ergibt plus“) oder ob es so läuft wie beim Addieren negativer Zahlen („Minusbetrag plus Minusbetrag ergibt einen noch größeren Minusbetrag“). Naja, mal sehen, ob das Treffen überhaupt zustande kommt.