Kaczynskis Manifest

The Industrial Revolution and its consequences
have been a disaster for the human race.

Mit diesem Satz beginnt das von Theodore Kaczynski verfasste „Manifest“, das heute vor genau 20 Jahren, am 19. September 1995 sowohl in der New York Times als auch in der Washington Post erschien. Der als „Unabomber“ gesuchte Kaczynski hatte in Ausssicht gestellt, als Gegenleistung für die Veröffentlichung keine weiteren Briefbomben zu verschicken. Sein Bruder erkannte in dem veröffentlichten Artikel Kaczynskis Schreibstil, am  3. April 1996 wurde der Unabomber verhaftet, im Mai 1998 zu achtmaliger lebenslanger Freiheitsstrafe ohne Möglichkeit auf Bewährung verurteilt. Seine Verteidiger waren davon ausgegangen, dass er an einer schweren psychischen Störung leide und seine Schuldfähigkeit bezweifelt werden müsse. Kaczynski lehnte es jedoch ab, als „psychisch krank“ bezeichnet zu werden. Bei den von ihm begangenen Briefattentaten wurden drei Personen getötet und 23 verletzt.

Gruppe der Sieben

Bei Wikipedia lesen wir, dass das „G“ in G7 nicht für „groß“ steht, sondern für „Gruppe“. Das ist auch besser so, denn die sieben wichtigsten Wirtschaftsnationen der Welt sind: USA, China, Indien, Japan, Deutschland, Russland und Brasilien (Bruttoinlandsprodukt Kaufkraftparität Stand 2013) . Naja, immerhin: drei dieser Länder sind auf dem G7-Gipfel in Elmau vertreten. Großbritannien und Frankreich liegen nur noch auf Platz 8 und 9 der Weltrangliste, Italien ist 11., Kanada auf Platz 13 – hinter Südkorea.

Do Not Track!

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»do not track
ist eine interaktive Web-Doku Reihe über das Geschäft mit unseren Daten: Von Regisseur Brett Gaylor, koproduziert von Upian, ARTE, BR und dem NFB.
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Einfach anschauen, die ersten Episoden sind seit heute online:
donotrackhardcopy

Zufälle

Verschwörungstheorien sind ja so eine Sache. Aber wenn man diesen Artikel über den NSU-Mord in Kassel liest, kann man schon vom Glauben abfallen. Bekanntlich hielt sich der Verfassungsschutzbeamte Andreas Temme am 6. April 2006 zufällig im Internet-Café in der Holländischen Straße 82 in Kassel auf, als der Inhaber Halit Yozgat durch zwei gezielte Pistolenschüsse aus der berüchtigten Ceska 83 ermordet wurde. Einer der V-Männer aus der rechtsradikalen Szene, die Temme führte, war offensichtlich ein gewisser Benjamin Gärtner. Die Auswertung von Temmes Telefondaten ergab: etwa eine Stunde vor dem Mord im Internetcafé in Kassel haben Temme und Gärnter miteinander telefoniert. Die Welt schreibt:

Außerdem rekonstruierten die Ermittler anhand von Temmes Kalender und Telefondaten, dass der Verfassungsschützer auch an zwei weiteren Mordtagen mit Gärtner telefoniert hatte: am 8. Juni 2005 in Nürnberg und sechs Tage später in München. Es waren die Nummern 6 und 7 der Mordserie, und jedes mal war V-Mann Gärtner zur Tatzeit in der Stadt, in der der Mord passierte.

Zufälle gibts! Oder?

Goldene Zukunft

In Zukunft können wir einen großen Teil unserer Produkte und Dienstleistungen nahezu kostenlos produzieren und teilen, sagt der Zukunftsforscher Jeremy Rifkin. Schon in einem Vierteljahrhundert wird „ein großer Teil der Menschheit seine eigene erneuerbare Energie herstellen“. Außerdem wird durch GPS-Führung und Carsharing „mit 80 Prozent weniger Autos dieselbe Mobilität erreicht“. Sobald die Menschheit „von den seelenlosen Pflichten des Marktes“ befreit ist, hat sie endlich die Gelegenheit, „Sozialkapital statt Finanzkapital zu erzeugen und die Lebensqualität zu verbessern“. Ja, das klingt wirklich zu schön, um wahr zu sein. Aber wegen Weihnachten lassen wir es jetzt einfach mal so stehen.