Do Not Track!

Nicht vergessen, das Internet ist nicht kostenlos. Wir bezahlen mit unseren Daten!

»do not track
ist eine interaktive Web-Doku Reihe über das Geschäft mit unseren Daten: Von Regisseur Brett Gaylor, koproduziert von Upian, ARTE, BR und dem NFB.
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Einfach anschauen, die ersten Episoden sind seit heute online:
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Zufälle

Verschwörungstheorien sind ja so eine Sache. Aber wenn man diesen Artikel über den NSU-Mord in Kassel liest, kann man schon vom Glauben abfallen. Bekanntlich hielt sich der Verfassungsschutzbeamte Andreas Temme am 6. April 2006 zufällig im Internet-Café in der Holländischen Straße 82 in Kassel auf, als der Inhaber Halit Yozgat durch zwei gezielte Pistolenschüsse aus der berüchtigten Ceska 83 ermordet wurde. Einer der V-Männer aus der rechtsradikalen Szene, die Temme führte, war offensichtlich ein gewisser Benjamin Gärtner. Die Auswertung von Temmes Telefondaten ergab: etwa eine Stunde vor dem Mord im Internetcafé in Kassel haben Temme und Gärnter miteinander telefoniert. Die Welt schreibt:

Außerdem rekonstruierten die Ermittler anhand von Temmes Kalender und Telefondaten, dass der Verfassungsschützer auch an zwei weiteren Mordtagen mit Gärtner telefoniert hatte: am 8. Juni 2005 in Nürnberg und sechs Tage später in München. Es waren die Nummern 6 und 7 der Mordserie, und jedes mal war V-Mann Gärtner zur Tatzeit in der Stadt, in der der Mord passierte.

Zufälle gibts! Oder?

Goldene Zukunft

In Zukunft können wir einen großen Teil unserer Produkte und Dienstleistungen nahezu kostenlos produzieren und teilen, sagt der Zukunftsforscher Jeremy Rifkin. Schon in einem Vierteljahrhundert wird „ein großer Teil der Menschheit seine eigene erneuerbare Energie herstellen“. Außerdem wird durch GPS-Führung und Carsharing „mit 80 Prozent weniger Autos dieselbe Mobilität erreicht“. Sobald die Menschheit „von den seelenlosen Pflichten des Marktes“ befreit ist, hat sie endlich die Gelegenheit, „Sozialkapital statt Finanzkapital zu erzeugen und die Lebensqualität zu verbessern“. Ja, das klingt wirklich zu schön, um wahr zu sein. Aber wegen Weihnachten lassen wir es jetzt einfach mal so stehen.

Relativ Online

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1905 hat Albert Einstein die Arbeit »Zur Elektrodynamik bewegter Körper« veröffentlicht, die heute als spezielle Relativitätstheorie bezeichnet wird.

Jetzt hat die Princeton-Universität seine Publikationen, Tagebucheinträge, und auch Strafzettel online veröffentlicht.

The site presents all 13 volumes published to date by the editors of the Einstein Papers Project, covering the writings and correspondence of Albert Einstein (1879-1955) from his youth to 1923.

Intelligenzia

Frankenschau

Die Franken übertreffen zwar die Münchner in der Intelligenz bei weitem, streben aber dennoch in die Hauptstadt wie nach einem gelobten Lande.

»Zwischen 1858 und 1861 wurden in Bayern insgesamt 284 Physikatsberichte erstellt, die heute in der Bayerischen Staatsbibliothek verwahrt werden. Sie bieten eine Fülle von Informationen, zu Gesundheitsfragen, zur Landschaft und zum Klima im damaligen Bayern.«
SZ, 20. Oktober 2014 13:50 Historische Berichte über Bayern „Feig, falsch und hinterlistig“ von Hans Kratzer