Segelnde Spinnen

Beim Begriff Altweibersommer glaubte ich ja ehrlich gesagt immer an diese Variante: Die Oma hockt tagein tagaus nur in der Stube, weil es draussen zu heiß oder zu kalt ist. Aber wenn es im Herbst noch ein paar schöne Tage gibt, setzt sie sich auf die Bank vor dem Haus und genießt die Sonnenstrahlen. Jetzt muss ich in Wikipedia lesen: Der Name leitet sich von Spinnfäden her, mit denen junge Spinnen im Herbst durch die Luft segeln. Allerhand.

Wir sind die Jungs von der Opel Gang..

Kufi Eingang Die aktuellen Nachrichten treffen mich gerade besonders. In Eltmann wird der Kufi dichtgemacht (-> heute.de), Ausgangspunkt meiner musikalischen Karierre (Kugelfischer Kinderchor) und erster Arbeitgeber für gutbezahlte Ferienjobs zu Schulzeiten. Und Opel GM wird 10.000 seiner Mitarbeiter entlassen (-> Tagesschau.de), was dazu führt, dass ich mir einige Fragen stellen muß.
„Wird es weiterhin Opels geben und was mach‘ ich dann als alter Opelfahrer in der Zukunft?“, „Was wird aus meiner Planung; nächstes Jahr ein neuer Opel?“, wo doch sogar der letze Opel-Test in der Zeit so vielversprechend war. Hmm.. was haben die Toten Hosen noch gesungen, „Wir sind die Jungs von der Opel Gang und haben alle abgehängt„.

Ein ganz anderer Aspekt dieser Meldungen beschäftigt mich noch viel mehr, wie gehen wir damit um, dass die Anzahl der Arbeitsplätze offensichtlich immer weiter sinkt. Wo geht denn da die Reise hin, ist da eine Lösung in Sicht?
Ja und als ich heute meine Wochenzeitung aus dem Briefkasten hole, steht da: „Mehr Wohlstand für alle; Die Deutschen werden weniger. Das ist kein Grund zur Panik, sondern auch eine Chance„. Weiter unten habe ich schon was zu schrumpfenden Städten geschrieben und die Zahlen der Bevölkerungsentwicklung hab‘ ich mir beim statistischen Bundesamt dann auch gleich noch angeschaut.

Klingt dann doch wieder ganz optimistisch, ich bleib dran und vielleicht wird’s dann nächstes Jahr doch ein Opel.

Schrumpfende Städte

Von 100 Deutschen bleiben 30 Jahre später nur noch 70 übrig, so sagt zumindest eine Studie des Berlin Institutes für Bevölkerung und Entwicklung. Hat Ihr Wohnort Zukunft? fragt sogar GEO.
Hmm, soll ich mir da überhaupt noch Gedanken machen, ob ich mir eine Häuslein fürs Alter kaufen soll? Ich glaube sowieso, dass kaufen am Lebensende genausoviel oder mehr kostet als mieten. Ausserdem bin ich davon überzeugt, dass es in Zukunft zuviel Wohungen geben wird und dann wird mieten billiger und man ist flexibler.
Da passt ja die Ausstellung Schrumpfende Städte! voll ins Bild!

Hallo Herr Kaiser

„Die Zeit läuft“. „Jetzt Steuern sparen.“ So oder so ähnlich versuchen die Versicherer zur Zeit, ihre Kunden zum Abschluss einer Lebensversicherung zu bewegen. Denn steuerfreie Kapitalauszahlung gibt es nur noch für Verträge, die bis zum 31.12.04 abgeschlossen werden. Für die meisten lohnt es dennoch nicht, schnell eine Kapitallebensversicherung abzuschließen. Sagt die Stiftung Warentest. Und die ist doch irgendwie vertrauenswürdiger als Herr Kaiser von der Hamburg-Mannheimer.

Beim Wachsen erwischt

Anke Engelke kann sehr lustig sein, aber bei Anke-Late-Night war sie es nur selten. Jetzt wird die Show abgesetzt. Der einzige, der mir fehlen wird, ist der Straßenreporter Karsten Dusse alias Wulf Assols. Mit seiner speziellen Interview-Technik gelingt es ihm regelmäßig, überraschende Einblicke in die Befindlichkeiten der Passanten zu erhalten. Einem stellte er die Frage: „Haben sie ihren Sohn schon einmal beim Wachsen erwischt?“ Antwort des Befragten: „Erwischt nicht, aber ich weiß, dass er es gemacht hat.“ Mehr dazu im Interview mit Dusse.

Big Brother passt auf?

bigbrother2 Als unbescholtener Bürger hat man ja eigentlich nichts zu verbergen, oder? Vorsicht ist allerdings die Mutter der Porzellankiste.
Doch was Frankreich, Irland, Großbritannien und Schweden jetzt in einer EU Initative vorschlagen, finde ich schon etwas heftig, ‚fast alle Verbindungsdaten der elektronischen Alltagskommunikation in Europa sollen in Zukunft mindestens ein Jahr gespeichert werden‘ (-> BR2 Zündfunk Datenwahnsinn). Theoretisch kann man dann genau nachschauen, wer wann welche Webseite wie lange angeschaut hat oder welche SMSen jemand verschickt hat.
Diese Forderung ist aber nicht mit unserem Grundgesetz vereinbar und nach dem Teledienstedatenschutzgesetz ist eine Speicherung von Internetnutzungsdaten durch Provider rechtswidrig, sobald sie für die Inanspruchnahme eines Internetdienstes nicht mehr erforderlich sind.
Da passt der Bericht zu Alvar Freude (-> heute.de) über Zensur im Netz gerade auch noch rein.