Hohe Zustimmung und schlechte Noten

Nicht schlecht, liebe Meinungsforscher: beim ZDF kommt ihr zu diesen Ergebnis:

100-Tage-Bilanz: Hohe Zustimmung zur Großen Koalition

67 Prozent aller Befragten sagen, dass die Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD ihre Arbeit alles in allem gesehen eher gut macht, 26 Prozent dass sie das eher schlecht macht und sieben Prozent haben dazu keine Meinung.

Und praktisch zeitgleich heißt es bei der ARD:

Schlechte Noten für Große Koalition

Die Mehrheit der Deutschen sieht den Start der Großen Koalition nach den ersten 100 Tagen kritisch. 55 Prozent sind weniger oder gar nicht zufrieden mit der Koalition aus CDU/CSU und SPD, 41 Prozent kommen zu einem positiven Urteil.

„Regeln für die digitale Welt“

Mit „zehn einfachen Regeln“ kann man den Nachstellungen von Unternehmen und Geheimdiensten entkommen, schreibt der inzwischen 85-jährige Hans Magnus Enzensberger in der Samstagsausgabe der FAZ. Diese lauten in Kurzform:

Mobiltelefon wegwerfen – kostenlose Angebote ausschlagen – Auf Online-Banking verzichten – keine Kredit- und Kundenkarten benutzen – Weder Zahnbürste noch Fernseher, Auto oder Kühlschrank mit dem Internet vernetzen – Wahlen boykottieren – Postkarten statt Emails schreiben – Waren oder Dienstleistungen via Internet meiden – auf werbefinanzierte Angebote verzichten – aus sozialen Netzwerken flüchten

Also ehrlich gesagt, ich kenne kaum jemanden in der Altersklasse zwischen 18 und 50, der mehr als zwei bis drei dieser Forderungen erfüllen kann oder will. Daran wird  wohl auch Herrn Enzensberger nichts ändern. Aber auf der anderen Seite: wer aus der Altersklasse zwischen 18 und 50 liest schon die FAZ?

Einfach mal die Spülung drücken

Die Zahl der Unterstützer der Petition „Raus mit Markus Lanz aus meinem Rundfunkbeitrag!“ steigt ziemlich schnell, seit die Massenmedien darüber berichten. Ausgangspunkt war ein Interview mit Sahra Wagenknecht, das man hier in Auszügen nachlesen kann. Offensichtlich ist Herr Lanz auf den „Shitstorm“ vorbereitet, denn bereits im Dezember sagte er dem Stern:

„Wenn der Shitstorm kommt, müssen Sie in der Lage sein, gedanklich einfach mal die Spülung zu drücken“

Gedanklich einfach mal die Spülung drücken. Das beschreibt wahrscheinlich ziemlich genau, an was die meisten Zuschauer auch bei seinen „Wetten, dass…“ Sendungen denken.

Eilmeldung

Am Dienstagvormittag hat die Frau des schwer verunglückten Michael Schumacher die Journalisten in einer Erklärung aufgefordert, die Klinik zu verlassen, damit die Ärzte dort in Ruhe arbeiten können. Selbst daraus machte die Nachrichtenagentur AFP eine Eilmeldung: »Corinna Schumacher fordert Journalisten zum Verlassen der Klinik auf.« Stefan Niggemeier bezeichnet das als „Grenzenlose Ungereimtheit der Medien„.

Strida Berlin Christmas Ride

2013-12 Strida Berlin Tour from Stefan Z. on Vimeo.

Strida Bicycle Ride from the East Side Gallery to the Potsdamer Platz via Unter den Linden, Friedrichstrasse, Reichstag, Brandenburger Tor und Stelenfeld. (about 10kms)

Music from Solid Steel Radio Show 29/3/2013 Part 3 + 4 – Richard Dorfmeister and John F. Kennedy 1963 Berlin "Ich bin ein Berliner"

Bitte keine Neuwahlen

Was für ein Genuss: man schaut Nachrichten im Fernsehen – und weit und breit kein Rainer Brüderle, kein Philipp Rösler, kein Patrick Döring und kein Christian Lindner. Nur ganz selten und dann erfreulicherweise sehr kurz zu sehen: Guido Westerwelle. Doch oh je: dieses kleine Paradies kann schnell zerstört werden. Denn wenn die große Koalition nicht zustande kommt, könnte es Neuwahlen geben, und wer weiß, vielleicht kommt die FDP dann wieder auf mehr als 5% der Stimmen. Apropos: dass die FDP es im September 2013 nicht in den Bundestag geschafft hat, haben wir übrigens den Wählern in den neuen Bundesländern zu verdanken. In den alten Bundesländern entfielen auf die FDP 5,2% der Stimmen.