Werbeblocker

Die Leute vom Spiegel haben ihren obligatorischen Aprilscherz dieses Jahr ein paar Tage zu früh veröffentlicht – in einem Artikel vom 22.03.2010 heißt es:

Es kann nicht sein, dass Web-Nutzer, die zum einen Qualität einfordern und billig Produziertes zurecht ablehnen, reflexhaft abwehrend auf Werbung reagieren: 16 Prozent aller Web-Nutzer klicken sofort weiter und weg, wenn in einem Video ein Werbespot auftaucht.

Unverschämtheit, findet der Autor Frank Patalong, denn:

Der inzwischen 16 Jahre alte Deal zwischen Online-Medien und Mediennutzern lautet eigentlich so: Wir liefern Ihnen kostenfrei Inhalte, und Sie sehen sich dafür im Umfeld Werbung an.

Notwendig sei ein Bewusstseinswandel, heißt es weiter und schließlich „Wann schalten Sie Ihren Werbeblocker ab?“

Sehr witzig. Und was wäre der nächste Schritt? Vielleicht in der Fernsehwerbepause besonders aufmerksam sein, damit das Privatfernsehen nicht zugrunde geht?

Bankenabgabe

Die Regierung von Präsident Barack Obama will die Banken an den Folgekosten der Finanzkrise beteiligen. Dazu soll eine Abgabe von 0,15 Prozent bezogen auf die Bilanzsumme eingeführt werden. Na gut – klingt jetzt erstmal nicht nach sooooviel Geld. Aber übertragen auf die Bilanzsumme der Deutschen Bank von immerhin 1600 Milliarden EUR würde eine solche Abgabe rund 2,4 Mrd. EUR jährlich ausmachen. Das wäre dann in etwa die Hälfte dessen, was die Deutsche Bank im Laufe des Jahres 2009 an Gewinnen ergaunert hat. Doch leider sieht es im Moment nicht so aus, als ob Deutschland das amerikanische Modell kopieren will.

Goldenes Zeitalter

goldbarren_2

Viele Streifzüge-Leser fragen sich in diesen unsicheren Zeiten: Was passiert eigentlich, wenn außerhalb der Ladenöffnungszeiten plötzlich die Hyperinflation ausbricht? Ist mein kleines Vermögen dann futsch? Die Antwort lautet leider: Ja. Außer man holt seine Ersparnisse am Geldautomaten ab und fährt schnell zum Frankfurter Flughafen. Dort kann man den Zaster noch schnell am Goldautomaten in Goldbarren umwandeln, bevor die Geldentwertung zu gallopieren beginnt.

Sechs Aldi-Brüder im Zug

Staatsanleihen im durchaus beachtlichen Wert von 135 Milliarden Dollar hat die italienische Polizei am Grenzübergang Chiasso sichergestellt. Zum Vergleich: wären die reichsten Männer Deutschlands, Karl und Theo Albrecht mit ihrem gesamten Vermögen im Zug mitgefahren, sie hätten nicht einmal die Hälfte dieser Summe dabei gehabt. Oder anders ausgedrückt: Die sichergestellten Anleihen entsprechen in etwa dem Gegenwert von sechs Aldi-Brüdern.

Irgendwie unfassbar

What would AIG’s $62 billion loss buy?

5. The world’s 10 top-earning celebrities, including J.K. Rowling, Oprah Winfrey and 50 Cent, would only have to work for 40 years to repay AIG’s losses.

6. The money would provide the income for 210 seasons of the world’s richest football club, Manchester United. Although not if the players crashed their cars every week.
(by Peter Wilkinson, cnn.com)