Die Ängste der Deutschen

Angstindex

Wovor fürchten sich die Deutschen 2010 am meisten? Seit 1991 befragt die R+V Versicherung jährlich rund 2400 Menschen ab 14 Jahren zu ihren persönlichen Ängsten, aber auch zu den Sorgen, die sie sich um Gesellschaft, Wirtschaft und Politik machen. Der dabei ermittelte Angst-Index erreichte 2010 mit 50% wieder ein Höchstniveau.

Sarrazin x 20

Für viele Menschen ist der eigene Name das Lieblingswort. Falls das auch auf Thilo Sarrazin zutrifft, müsste er derzeit eigentlich im siebten Himmel schweben: allein in der Deutschlandfunk-Presseschau kam heute morgen sage und schreibe 20-mal das Wort „Sarrazin“ vor. Da fragt man sich, ob das vorher schon mal jemand geschafft hat.

Trockener Schwamm

Als talentierter Spaßvogel erweist sich der Vorsitzende des Bundeswehrverbands, Oberst Ulrich Kirsch, in der aktuellen Diskussion über die Reform der Bundeswehr. In einem Interview mit Deutschlandradio Kultur sagte er, die Bundeswehr sei permanent unterfinanziert. „Das ist wie mit einem trockenen Schwamm, wenn Sie da draufdrücken, kommt halt nichts mehr raus.“ Nach unserem Kenntnisstand ist die Bundeswehr damit der weltweit einzige trockene Schwamm, der jedes Jahr über 30 Mrd. EUR aufnehmen kann, ohne Rückstände zu hinterlassen – ein echtes Saugwunder.

Strassenansichten

one of three

Ab November gibt es Google Street View vielleicht auch für Deutschland und ich verstehe die Hysterie darum nicht wirklich.

Persönlichkeitsrecht für Jägerzäune?
Mit dem Kampf gegen Street View untergraben Medien die Panoramafreiheit und so die Basis ihres Berufes
(ZEIT ONLINE, 6.5.2010 – 09:41 Uhr, von Michael Seemann)

Update:  Besser hätte ich es nicht darstellen können:

Wie ich lernte, Street View zu lieben
Ich hatte Angst vor Street View, ich habe sie nicht mehr. Denn die Vorteile überwiegen. Der Dienst bringt mehr Wissen und mehr Freiheit für alle.
(ZEIT ONLINE, 13.8.2010 – 19:43 Uhr, von Kai Biermann)

Vergleiche: Wie leicht geben wir Daten preis? (SWR.de)

Kunstrasen


Was haben die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, die Gesellschaft zur Förderung umweltgerechter Straßen- und Verkehrsplanung und die Bürger für Technik gemeinsam? Ganz einfach: Sie wirken wie Bürgerbewegungen, doch in Wahrheit handelt es sich um kommerzielle Werbeprojekte von Lobbygruppen. Astroturfing heißt dieses Phänomen in den USA – ein Wortspiel aus dem Begriff Graswurzelbewegung und einer nordamerikanischen Kunstrasenmarke.