Von Kipfla und Fangerles

Geboren in Unterfranken, Ausbildung in Mittelfranken und Arbeiten in Oberfranken, Stationen einer Karriere, die hohe Anforderung an die Mehrsprachigkeit stellt.
So gibt es für den Brotanschnitt allein in Unterfranken schon eine Variationsbreite von Knörzla über Kipfla bis Odeckerla.

In Mittel- und Oberfranken geht’s natürlich genauso weiter und da sind wir noch weit weg vom ‚alten‘ Bayern, den Schwaben und Oberpfälzern!

Wer sich nun einen akustischen bayrischen Dialektüberblick verschaffen will, dem sei der sprechende Sprachatlas von Bayern wärmstens empfohlen.
Die Bayerische Staatsbibliothek hat diesen Sprachatlas vor kurzem ins Netz gestellt.

Basis für diese Atlanten sind jeweils einwöchige Aufnahmefahrten zu ca. 1600 Orten in ganz Bayern, die aus jedem Ort ein vergleichbares Datenmaterial von mindestens 2300 in phonetischer Schrift festgehaltenen Dialektsequenzen erbracht haben.

Die für den ‚Sprechenden Sprachatlas von Bayern‘ verwendeten Tondokumente aus 70 Orten wurden 2006 neu aufgenommen und aufbereitet. (BSB, 02.12.2008)

zum Sprachatlas
Bildquelle: Bayerische Staatsbibliothek

Eine Ohrenweide für Kenner und ein Sprachführer für Zugereiste und Interessierte.

Bankster

ackermann DW Wirtsc 428928gWas ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank, fragte Berthold Brecht bekanntlich in der Dreigroschenoper. In diesen unruhigen Tagen wird die Frage neu formuliert: Was ist schlimmer, der Zusammenbruch oder die Rettung einer Bank? Anscheinend ist unser Wirtschaftssystem derzeit so abhängig vom Bankenwesen, dass es zu großangelegten Rettungsaktionen keine Alternative gibt. Vielleicht wird sich das eines Tages ändern, wenn Kreditnehmer und Kreditgeber im großen Maßstab auf Vermittlungsplattformen wie Smava zusammenfinden – dann brauchen wir die Bankster nicht mehr.

Kick it like Beckstein

becksteinEndlich hat Günther Beckstein ein Machtwort gesprochen: nach zwei Maß mit dem Auto nach Hause – kein Problem. Der Standpunkt ist nachvollziehbar – schließlich handelt es sich hier um traditionelle Verhaltensregeln in der CSU. Uns geht der Vorschlag aber noch nicht weit genug: wir fordern ein Fahrverbot bei weniger als 0,5 Promille Blutalkohol sowie eine Belohnung für diejenigen, die trotz Trunkenheit am Steuer weder Sach- noch Personenschäden verursachen. Und da die CSU zur Zeit Wähler ansprechen muss, die bisher nicht zum Stammklientel gehören: auch nach zwei Joints sollte zukünftig im schönen Bayern niemand sein Auto stehen lassen müssen.