Völkerverständigung

kussWenn Kognitionsforscher Probanden in ein Aquarium schauen lassen und danach zwei unterschiedliche Arten von Beschreibungen bekommen, dann liegt das nicht an der Realität, sondern an der Art des Denkens und daran, dass z.B. Europäer und Chinesen davorstehen.
Hat das Siemens den ICE in China gekostet, fragt DIE ZEIT in Ihrer aktuellen Ausgabe.
Realität und was das Hirn daraus macht.

Und schon Paul Watzlawick hat festgestellt, dass sowohl amerikanische Soldaten als auch englische Mädchen sich gegenseitig des Mangels an sexuellem Taktgefühl und Zurückhaltung bezichtigten, als das Paarungsverhalten ihrer beiden Kulturen untersucht wurde.

Say it in German

Kein Witz: Der (inzwischen abgesetzte) Sat-1 Werbeslogan „powered by emotion“ bedeute so viel wie „Kraft durch Freude“, glaubten einige Zuschauer. Die Kölner Namefinding-Agentur Endmark fand in einer Studie heraus, dass große Teile der werberelevanten Zielgruppe gar nicht verstehen, was die Konzerne ihnen mit den englischen Werbeslogans eigentlich mitteilen wollen. Das Douglas-Motto „Come in and find out“ wurde von 20 Prozent der Befragten mit „Komm herein und finde wieder heraus“ übersetzt. Da drängt sich der Gedanke auf: Schade, dass die Ergebnisse nicht nach West- und Ostdeutschland aufgeschlüsselt sind. Damit in Zukunft niemand mehr die wichtigen Botschaften verpasst, geht der Trend jetzt wieder zu deutschen Slogans wie „Sat 1 zeigts allen“, „Ich liebe es“ oder „Lidl ist billig“.

In den Brunnen gefallen

Anlässlich der Stein-Schere-Papier-WM hier der Trost für alle, die als Kind wertvolle Habseligkeiten verloren haben, weil ihre Schere plötzlich in einen Brunnen fiel: Stein, Schere, Papier, basta. So steht es in den Official Rules of RPS Play. „Oft wird dieser Figurensatz fälschlicherweise um den Brunnen erweitert“, lesen wir bei Wikipedia, leider um Jahre zu spät. Der Kumpel, der mit dem Brunnentrick damals das letzte Milky Way einsackte, ist seit langem unbekannt verzogen. Und hat es außerdem bestimmt eh schon aufgegessen. Gottseidank sind wir nicht in Japan aufgewachsen, denn da wird noch grausamer gespielt. Siehe Japanische Gewinnermittlung.

It`s so nice to be rich

Fernsehärztin Antje-Katrin Kühnemann schreibt in ihrer Kolumne für die Neue Apotheken Illustrierte zum Thema Schizophrenie: „Wahnvorstellungen, Stimmen hören, sich verfolgt oder beobachtet fühlen, zu glauben, alle möglichen Signale zu empfangen, all das kann vorkommen.“ Verfolgt und beobachtet fühlte sich Frau Doktor auch beim Besuch im Münchner Restaurant Käfer-Schänke: Eine Dame am Nachbartisch störte sich nämlich daran, dass die beiden Kühnemann-Hunde Happy und Beauty ihr Freßchen aus feinen Porzellantellern vom Tisch aßen. Das Käfer-Personal schob dieser Entgleisung aber kurzerhand einen Riegel vor – die Beschwerdeführerin wurde aus dem Lokal entfernt, so dass Happy, Beauty und Antje-Katrin in Ruhe fertig fressen konnten. Glück im Unglück: Sollten die Tiere durch den häßlichen Vorfall seelischen Schaden genommen haben, sind sie bei Frau Kühnemann ja gleich in kompetenten Händen.

Schrumpfende Städte

Von 100 Deutschen bleiben 30 Jahre später nur noch 70 übrig, so sagt zumindest eine Studie des Berlin Institutes für Bevölkerung und Entwicklung. Hat Ihr Wohnort Zukunft? fragt sogar GEO.
Hmm, soll ich mir da überhaupt noch Gedanken machen, ob ich mir eine Häuslein fürs Alter kaufen soll? Ich glaube sowieso, dass kaufen am Lebensende genausoviel oder mehr kostet als mieten. Ausserdem bin ich davon überzeugt, dass es in Zukunft zuviel Wohungen geben wird und dann wird mieten billiger und man ist flexibler.
Da passt ja die Ausstellung Schrumpfende Städte! voll ins Bild!

Big Brother passt auf?

bigbrother2 Als unbescholtener Bürger hat man ja eigentlich nichts zu verbergen, oder? Vorsicht ist allerdings die Mutter der Porzellankiste.
Doch was Frankreich, Irland, Großbritannien und Schweden jetzt in einer EU Initative vorschlagen, finde ich schon etwas heftig, ‚fast alle Verbindungsdaten der elektronischen Alltagskommunikation in Europa sollen in Zukunft mindestens ein Jahr gespeichert werden‘ (-> BR2 Zündfunk Datenwahnsinn). Theoretisch kann man dann genau nachschauen, wer wann welche Webseite wie lange angeschaut hat oder welche SMSen jemand verschickt hat.
Diese Forderung ist aber nicht mit unserem Grundgesetz vereinbar und nach dem Teledienstedatenschutzgesetz ist eine Speicherung von Internetnutzungsdaten durch Provider rechtswidrig, sobald sie für die Inanspruchnahme eines Internetdienstes nicht mehr erforderlich sind.
Da passt der Bericht zu Alvar Freude (-> heute.de) über Zensur im Netz gerade auch noch rein.