Nazimethoden?

„Wenn einem die Argumente ausgehen, dann holt man schnell mal die gute alte Nazikeule raus“,
wie jetzt?

via
… someone had the temerity to call him a Nazi: „Just because someone doesn’t share mainstream opinion it doesn’t mean he’s a Nazi. Maybe I’m a concerned citizen who is afraid of foreign domination!“ …

„It’s easy to play the Nazi card“, / Cory Doctorow / 9:39pm Wed Jul 10,2019

La Brass Banda – Bierzelttour

Das Zelt stand in Falkenberg in der Oberpfalz, einer Gemeinde mit etwa 1000 Einwohnern. Es war Kreismusikfest, 145 Jahre Blaskapelle Falkenberg, angesagt.
Die Atmosphäre war sehr entspannt, es gab eine Menge Lederhosen, Dirndl und natürlich Zoigl, der Zoiglbraten, den ich gegessen habe, hat auf jeden Fall sehr gut geschmeckt.

Das Konzert im gut gefüllten Festzelt war super!!
Die Australier Caravana Sun haben bereits ordentlich Stimmung gemacht (die Gruppe davor hab‘ ich leider nicht gehört) und LaBrassBanda hat danach absolut genial los geblasen. Super Performance, muss man live gehört haben. Der Tanzboden hat vibriert und die Luft gebrannt.

Eines meiner besten Konzerte und kein Vergleich zu einem Stones Konzert auf dem Zeppelinfeld mit 70.000 Besuchern. Die kleinen Konzerte sind’s einfach! Du bist dran an der Musik, der Band und kannst es richtig geniessen, wow.

Opener

Systemische Ursachen

Zum Abschluss der Relotius-Untersuchung melden sich zwei ehemalige Spiegel-Mitarbeiter in der taz zu Wort. In ihrem Artikel schreiben sie:

„…schon der Titel, „Der Fall Relotius“, ist falsch. Zutreffender wäre „Der Fall Spiegel“ gewesen. Der neue Report widerlegt nämlich die bis dahin verbreitete Version, das Magazin sei Opfer des raffinierten Tricksers Relotius geworden. Der Bericht ist vielmehr ein erschütterndes Dokument über das Verständnis von Journalismus in einem der führenden deutschen Medienhäuser, aber auch in den Ausbildungsstätten der Branche.“

Am Ende des Artikels heißt es:

Und es ist auch viel mehr als ein Spiegel-Problem. Während die Reportage im deutschen Journalismus eine enorme Aufwertung erfuhr, wurde die Aufklärung vernachlässigt: Das Erforschen und Beschreiben von Ist-Zuständen, das Aufdecken von Problemen, die nicht gleich Skandale sind, das Aufspüren gesellschaftlicher Fehl­entwicklungen, von Unzulänglichkeiten in Institutionen und ­Ministerien – nicht nur beim Spiegel, sondern überall in der Branche wurde es kleingeschrumpft.

Prinzipielle Eigenwilligkeit

Über zwölf Jahre ist es schon wieder her, dass wir bei Streifzüge zuletzt einen Film von Andreas Dresen besprochen haben. Nach der langen Pause jetzt also wieder mal eine Empfehlung für den sehenswerten Film „Gundermann“ über den 1998 verstorbenen Musiker und Baggerfahrer Gerhard Gundermann.

GerneEingeZahlt

GEZ ist die Abkürzung für Gebühreneinzugszentrale, in der Schweiz heißt das Billag, Schweizerische Erhebungsstelle für Radio- und Fernsehempfangsgebühren.
Am Wochenende haben die Schweizer abgestimmt und sich für den öffentlichen Rundfunk entschieden. »Ein ganz starkes Signal« findet Mark Eisenegger im Deutschlandfunk.

Finde ich auch.
 

Helden der lohnabhängigen Massen

Am 1. Juni 1967 erschien Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band. Da war ich noch ziemlich klein und deswegen habe ich mir dieses Album erst in den 90er Jahren als CD gekauft. Tja, die Beatles… Wahrscheinlich hat der Journalist Ray Connolly dieses Phänomen ganz gut zusammengefasst:

„Die Beatles waren Helden der lohnabhängigen Massen, konservative Revolutionäre und Pioniere, die dort den Surrealismus eingepflanzt haben, wo zuvor nur der Kitsch wucherte. Und sie unterminierten die ganze schwülstige Schlagerindustrie mit der Sprache des Alltags.“

Das Zitat stammt aus dem DLF-Kalenderblatt von heute.