Germany and Its Colonies

Ja, Deutschland hatte auch mal Kolonieen. Neu-Nürnberg wäre mein Favorit für den nächsten Inlandsurlaub gewesen.

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Das 538-seitige Buch ist 1902 erschienen. Es ist Bestandteil der World Digital Library und man kann sich das ganze Werk dort online anschauen oder es sogar als 542MB PDF herunterladen.

Die World Digital Library ist ein Kulturprojekt der Unesco mit dem US Library Congress und weiteren Institutionen und Partnern. Zukünftig wird man dort immer mehr historisches Kulturgut finden und in guter Qualität betrachten oder herunterladen können, Bilder, Fotos, Gemälde, Bücher.

Es wird sicher keinen Museumsbesuch ersetzen, aber wenn einem also um 23:00 danach ist „Deutschland und seine Kolonieen, Wanderungen durch das Reich und seine überseeischen Besitzungen“ zu lesen, dann los an den Rechner und auf geht’s.

Genau dafür ist das Internet erfunden worden.

Müllhalde im Briefkasten

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Jedes Jahr landen Schätzungen zufolge rund 1,3 Millionen Tonnen Flyer, Wurfzettel, Prospekte, Kataloge, Werbepostkarten und Werbebriefe in den Briefkästen der deutschen Haushalte – und zweifellos ein großer Teil davon ungelesen im Müll. Die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung empfindet das als Belästigung. Abhilfe könnte ein Gesetzentwurf schaffen, der in Kürze dem Bundestag vorgelegt wird. Danach sollen personenbezogene Daten zu Werbezwecken oder zur Markt- und Meinungsforschung künftig grundsätzlich nur noch mit ausdrücklicher Einwilligung der Betroffenen verwendet werden dürfen. Wir drücken schon mal die Daumen, dass das Gesetz tatsächlich verabschiedet wird.

Pius-Brüder

Nach der Kritik von Bundeskanzlerin Angela Merkel an Papst Benedikt XVI. ist der Freiburger Theologieprofessor Hubert Windisch der Meinung, Merkel sei für deutsche Katholiken nun nicht mehr wählbar. Gut gefallen hat uns heute morgen im Deutschlandfunk die Reaktion Heiner Geißlers in diesem Zusammenhang: „Ich weiß nicht, ist der vielleicht auch Mitglied dieser Pius-Brüderschaft?

Von Kipfla und Fangerles

Geboren in Unterfranken, Ausbildung in Mittelfranken und Arbeiten in Oberfranken, Stationen einer Karriere, die hohe Anforderung an die Mehrsprachigkeit stellt.
So gibt es für den Brotanschnitt allein in Unterfranken schon eine Variationsbreite von Knörzla über Kipfla bis Odeckerla.

In Mittel- und Oberfranken geht’s natürlich genauso weiter und da sind wir noch weit weg vom ‚alten‘ Bayern, den Schwaben und Oberpfälzern!

Wer sich nun einen akustischen bayrischen Dialektüberblick verschaffen will, dem sei der sprechende Sprachatlas von Bayern wärmstens empfohlen.
Die Bayerische Staatsbibliothek hat diesen Sprachatlas vor kurzem ins Netz gestellt.

Basis für diese Atlanten sind jeweils einwöchige Aufnahmefahrten zu ca. 1600 Orten in ganz Bayern, die aus jedem Ort ein vergleichbares Datenmaterial von mindestens 2300 in phonetischer Schrift festgehaltenen Dialektsequenzen erbracht haben.

Die für den ‚Sprechenden Sprachatlas von Bayern‘ verwendeten Tondokumente aus 70 Orten wurden 2006 neu aufgenommen und aufbereitet. (BSB, 02.12.2008)

zum Sprachatlas
Bildquelle: Bayerische Staatsbibliothek

Eine Ohrenweide für Kenner und ein Sprachführer für Zugereiste und Interessierte.

Funkstrom

spannungMeistens ist genau da keine Steckdose wo man sie gerade braucht. Allein an den Verlängerungskabeln verdienen Heimwerkermärkte Unsummen.
Nicht mehr lange! Die Tage des Spruchs »Bei uns kommt der Strom aus der Steckdose« sind gezählt.

Marin Soljacic heißt der Mann, der mit Witricity den Spuren von Nikola Tesla gefolgt ist und mit Funkstrom (auch Wireless Electricity) kurz vor dem Durchbruch stehen soll, zumindest nach diesem Artikel aus der Süddeutschen Zeitung.

Es ist eigentlich kaum zu glauben, keine Verlängerungskabel mehr. Und wer hätte Anfang der 90er vermutet, dass man sich ein paar Jahre später ohne Mobiltelefon gar nicht mehr aus dem Haus traut?