Von Kipfla und Fangerles

Geboren in Unterfranken, Ausbildung in Mittelfranken und Arbeiten in Oberfranken, Stationen einer Karriere, die hohe Anforderung an die Mehrsprachigkeit stellt.
So gibt es für den Brotanschnitt allein in Unterfranken schon eine Variationsbreite von Knörzla über Kipfla bis Odeckerla.

In Mittel- und Oberfranken geht’s natürlich genauso weiter und da sind wir noch weit weg vom ‚alten‘ Bayern, den Schwaben und Oberpfälzern!

Wer sich nun einen akustischen bayrischen Dialektüberblick verschaffen will, dem sei der sprechende Sprachatlas von Bayern wärmstens empfohlen.
Die Bayerische Staatsbibliothek hat diesen Sprachatlas vor kurzem ins Netz gestellt.

Basis für diese Atlanten sind jeweils einwöchige Aufnahmefahrten zu ca. 1600 Orten in ganz Bayern, die aus jedem Ort ein vergleichbares Datenmaterial von mindestens 2300 in phonetischer Schrift festgehaltenen Dialektsequenzen erbracht haben.

Die für den ‚Sprechenden Sprachatlas von Bayern‘ verwendeten Tondokumente aus 70 Orten wurden 2006 neu aufgenommen und aufbereitet. (BSB, 02.12.2008)

zum Sprachatlas
Bildquelle: Bayerische Staatsbibliothek

Eine Ohrenweide für Kenner und ein Sprachführer für Zugereiste und Interessierte.

Funkstrom

spannungMeistens ist genau da keine Steckdose wo man sie gerade braucht. Allein an den Verlängerungskabeln verdienen Heimwerkermärkte Unsummen.
Nicht mehr lange! Die Tage des Spruchs »Bei uns kommt der Strom aus der Steckdose« sind gezählt.

Marin Soljacic heißt der Mann, der mit Witricity den Spuren von Nikola Tesla gefolgt ist und mit Funkstrom (auch Wireless Electricity) kurz vor dem Durchbruch stehen soll, zumindest nach diesem Artikel aus der Süddeutschen Zeitung.

Es ist eigentlich kaum zu glauben, keine Verlängerungskabel mehr. Und wer hätte Anfang der 90er vermutet, dass man sich ein paar Jahre später ohne Mobiltelefon gar nicht mehr aus dem Haus traut?

Hände waschen nicht vergessen

Mir war schon immer klar, dass das Quatsch ist, nicht erst seit einem Versuch im Biologieunterricht der 9ten Klasse.

Auf den Handflächen von Frauen leben mehr unterschiedliche Bakterien als auf denen von Männern. Und das, obwohl sie sich nach eigenen Angaben häufiger die Hände waschen.

Dass häufiges Händereinigen keinen Einfluss auf die Bakterienvielfalt der Handinnenflächen hat, zeigte ein weiteres Experiment der Forschergruppe.

(SZ vom 05.11.2008/mcs)

Tagesanleihe

Noch ein Tipp für alle, die ihre Ersparnisse so anlegen wollen, dass die Banken leer ausgehen: seit Juli 2008 bietet die für das Schuldenmanagement des Bundes verantwortliche Deutsche Finanzagentur die Tagesanleihe an. Das angelegte Geld ist täglich verfügbar, die Verzinsung orientiert sich am Interbanken-Zinssatz EONIA. Die Zeitschrift Finanztest stellt freundlicherweise eine verständliche Anleitung zur Verfügung, wie man ein so genanntes Schuldbuchkonto bei der Finanzagentur eröffnet.

Bankster

ackermann DW Wirtsc 428928gWas ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank, fragte Berthold Brecht bekanntlich in der Dreigroschenoper. In diesen unruhigen Tagen wird die Frage neu formuliert: Was ist schlimmer, der Zusammenbruch oder die Rettung einer Bank? Anscheinend ist unser Wirtschaftssystem derzeit so abhängig vom Bankenwesen, dass es zu großangelegten Rettungsaktionen keine Alternative gibt. Vielleicht wird sich das eines Tages ändern, wenn Kreditnehmer und Kreditgeber im großen Maßstab auf Vermittlungsplattformen wie Smava zusammenfinden – dann brauchen wir die Bankster nicht mehr.