Deutschlands Konservative ohne Mehrheit

kohlWäre ich Stratege bei den C-Parteien, dann würde mir das Ergebnis der Bundestagswahl Sorgen machen. Selbst in Zeiten großer Verunsicherung gelingt es den Konservativen nicht, mit der FDP eine regierungsfähige Mehrheit zu erreichen. Stoibers Argument, das läge daran, dass die Ossis zu dumm sind, hilft nicht weiter. Denn auch in den alten Bundesländern liegt schwarz-gelb jetzt bei unter 50 Prozent. Und ehrlich gesagt: Schröder ist stark, aber die deutsche Sozialdemokratie befindet sich nicht gerade im Zenit ihrer politischen Schlagfähigkeit. Woran liegt es also? An der Kandidatin, werden jetzt viele sagen, aber wahrscheinlich liegt es vor allem an der Partei, die Angela Merkel zur Kandidatin kürte. In der vielleicht mancher dachte, wofür brauchen wir denn neue Konzepte, wir kommen ja sowieso wieder dran. Das Wahlergebnis stärkt vor allem die Hoffnung, dass sich so etwas wie die Ära Kohl in Deutschland nicht mehr wiederholen lässt. Da hilft es auch nichts, wenn Herr Westerwelle konservative Protestwähler einfängt. Denn auf die 10 Prozent der FDP kann weit und breit keiner die fehlenden 40 Prozent drauflegen.

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