Gute Freunde kann niemand trennen

Man kommt ja kaum noch nach – jetzt feiert die nächste bayrische Lichtgestalt einen runden Geburtstag. Was wäre die Welt ohne Franz Beckenbauer und Sprüche wie „People call me se Kaiser, yeah“? Aber Vorsicht: vielleicht stammt dieses Zitat gar nicht von ihm selbst, sondern von Schorsch Aigner, dessen dunkle Machenschaften kürzlich in einem ausgesprochen sehenswerten ZDF-Mockumentary enthüllt wurden.

„Soff dann weiter“

Und hier die Episode 2: „Der Fernsehtrinker“. Angeblich wurde dieser Auftritt später dadurch erklärt, dass Strauß aufgrund von Zahnschmerzen ein starkes Medikament eingenommen hatte. Das wäre der Beweis, dass in der CSU schon immer ein gewisser Sinn für Humor gepflegt wurde. Andere, etwas plausiblere Erklärungsmöglichkeiten gibt es hier und hier.

Sternstunden des großen Vorsitzenden

Ganz Bayern in Aufruhr: in wenigen Tagen jährt sich der Geburtstag von Franz Josef Strauß zum 100. Mal. Eigentlich ein schöner Anlass, eine kleine Serie zu den „Sternstunden des großen Vorsitzenden“ zu beginnen – hier die Episode 1: „Die besten Schüler von Dr. Josef Goebbels“ (1980).

Bezahlen statt teilen

Unser Finanz- und Heimatexperte Markus Söder hat übrigens schon vor ein paar Wochen die Lösung für die Griechenland-Krise entdeckt: „Schulden teilt man nicht, sie bezahlt man“.  Der Vollständigkeit halber sollte man wissen, dass die Verschuldung des Landes Bayern bei etwa 30 Mrd. EUR liegt. Hinzu kommt der Anteil der bayrischen Bevölkerung an der Verschuldung der Bundesrepublik. Dieser liegt nach Einwohnerzahl bei etwa 15% von ca. 2000 Mrd. EUR, also 300 Mrd. EUR – daraus ergeben sich für Bayern insgesamt mindestens 330 Mrd. EUR Schulden. Daher der Vorschlag: Bayern kann davon ja ab 2016 jedes Jahr 30 Mrd. EUR tilgen, dann ist das Land etwa 2027 schuldenfrei. Herr Söder, übernehmen Sie!

Herrscher im weiten All

Zinner sieht Söder nicht ähnlich. Er ist kein begnadeter Stimmen-Imitator wie Seehofer-Darsteller Christoph Zrenner. […] Trotzdem geht er in der Rolle auf. Man nimmt sie ihm ab. Das ist sein Glück. Aber es macht ihm auch ganz schön zu schaffen. („Der Mann, der viel mehr als Markus Söder ist“ von Hermann Weiß, 23.02.15)