Wind of Change

Wir drücken den Demonstranten in Ägypten und anderen arabischen Staaten natürlich die Daumen und hoffen, dass es ihnen gelingt, die weltweite Verbreitung von Demokratie und Pressefreiheit wieder ein Stück voranzubringen. Und gleich noch unser Apell an die Scorpions: egal, was passiert, bitte keine Neuauflage von „Wind of Change„.

Hornissenorchester


Was ist grün und hört sich an wie ein wildgewordener Hornissenschwarm? Richtig: die Übertragung eines WM-Spiels mit Vuvuzela-Untermalung. Laut FIFA ist das Geräusch der Vuvuzuela „unabdingbares Symbol und Inbegriff des südafrikanischen Fussballs“, deswegen lässt es sich nicht verbieten. Auch technische Tricks scheinen laut ZDF nicht zu funktionieren, da es sich bei dem Getröte um ein Frequenzgemenge handelt, das sich nicht herausfiltern lässt.

Lena Meyer-Landruth Superstar

Dass wir das noch erleben durften: Deutschland gewinnt den Eurovision Song Contest – mit deutlichem Vorsprung vor sämtlichen Kaukasus-Enklaven und Ehemaligen Yugoslawischen Teilrepubliken, die den Sieger sonst immer unter sich ausmachen. Die diesjährige Show fasst Hans Hoff von der SZ so zusammen:

Es gab billigsten Plastikpop, aufgedunsene Bombastballaden und derart belanglose Tonfolgen, dass sie wohl selbst einem Dreijährigen zu dämlich sein dürften. Da traten erstaunliche Pummelfeen in einer Art Weightwatchers-Ballett auf, wehte der Wind durch als Kleid getarnte Zelte, schlug dauern irgendwer Rad, und zwischendrin gab es sogar einen jungen Mann aus Serbien, der ein bisschen so aussah wie ein verlorener Sohn von Claudia Roth.

Das ist zwar nicht besonders höflich, entspricht jedoch weitgehend der Wahrheit. Aber was solls? Gewonnen ist gewonnen, und auch wenn es schwerfällt, schließen wir uns der Einschätzung der SZ an, dass ein Erfolg wie dieser ohne Stefan Raab vermutlich niemals zustande gekommen wäre.