Ein neuer Internet-Dienst informiert Fahrgäste zeitnah darüber, wann und wo in den Münchner Bussen und Bahnen kontrolliert wird. „Ich möchte den MVV aufrütteln, die Preise zu senken. Der öffentliche Nahverkehr sollte günstiger sein“, sagt der Student, der sich das ausgedacht hat.
Computer+Web
Mehr Transparenz
Einen bemerkenswerten Vorschlag macht heute ein Kommentator der Tageszeitung Rheinpfalz:
Jetzt kann die Politik beweisen, dass sie wirklich etwas aus den Protesten gegen ‚Stuttgart 21‘ gelernt hat. Die Arbeit der Ethikkommission zur Zukunft der Atomkraft sollte live im Fernsehen und im Internet übertragen werden. Schließlich ist das Thema ungleich gewichtiger als der Umbau eines Bahnhofs: Es geht um die Struktur der künftigen Energieversorgung Deutschlands.
(Über DLF-Presseschau)
Live-Ticker
Neuerdings berichten die deutschen Nachrichtenkanäle im Internet über jedes größere Ereignis mit einem „Live-Ticker“ – Der Ägypten-Ticker wurde vom Fukushima-Ticker abgelöst, dieser vom Libyen-Ticker, und dieser wiederum vom – kein Witz – „Wahlfolgen-Ticker„. Nur konsequent, wenn die FAZ seit Kurzem auch historische Ticker, beispielsweise zum Bau der Cheops-Pyramide, zur Völkerwanderung und zur Entdeckung Amerikas anbietet.
Werbeblocker
Die Leute vom Spiegel haben ihren obligatorischen Aprilscherz dieses Jahr ein paar Tage zu früh veröffentlicht – in einem Artikel vom 22.03.2010 heißt es:
Es kann nicht sein, dass Web-Nutzer, die zum einen Qualität einfordern und billig Produziertes zurecht ablehnen, reflexhaft abwehrend auf Werbung reagieren: 16 Prozent aller Web-Nutzer klicken sofort weiter und weg, wenn in einem Video ein Werbespot auftaucht.
Unverschämtheit, findet der Autor Frank Patalong, denn:
Der inzwischen 16 Jahre alte Deal zwischen Online-Medien und Mediennutzern lautet eigentlich so: Wir liefern Ihnen kostenfrei Inhalte, und Sie sehen sich dafür im Umfeld Werbung an.
Notwendig sei ein Bewusstseinswandel, heißt es weiter und schließlich „Wann schalten Sie Ihren Werbeblocker ab?“
Sehr witzig. Und was wäre der nächste Schritt? Vielleicht in der Fernsehwerbepause besonders aufmerksam sein, damit das Privatfernsehen nicht zugrunde geht?